Bullet Journal – Seit einiger Zeit lese ich andauernd etwas darüber und jetzt habe ich mich entschieden, selbst mit einem anzufangen, um meine Termine und Aufgaben noch besser zu organisieren. Zuerst habe ich darüber nachgedacht, ob der Zeitpunkt günstig ist oder ob ich besser erst im neuen Jahr damit starte. Aber letztlich stört es mich nicht, wenn auch der November und Dezember 2017 noch darin auftauchen.

Als Bullet Journal eignet sich jedes beliebige Notizbuch, da es ja ohnehin an die eigenen Bedürfnisse und Vorlieben angepasst wird. Praktisch ist aber, eines mit vorgepunkteter Lineatur (dotted) zu verwenden, um einfacher gerade Linien zu zeichnen. Das fiel mir natürlich erst im Nachhinein ein! Tja, es geht auch ohne.

Nicht mehr einfach nur beschäftigt, sondern auch produktiv

Am Anfang braucht man eine Weile, um sich zu überlegen, wie man das Bullet Journal für sich am Besten anlegt. Es gibt dabei kein Richtig oder Falsch und im Internet finden sich unzählige Beispiele als Inspiration (z. B. HIER) Alles, was du zu Beginn brauchst, ist ein Stift, ein Lineal und eben ein Notizbuch, das ich einfach nach Bauchgefühl ausgesucht habe. Danach kannst du dich austoben.

Wenn du dein eigenes Bullet Journal anlegst, geht es erst mal ums Ausprobieren. Schriften, Linien, Kästchen … verschnörkelt oder schlicht … ganz egal. Eben so, wie es dir gefällt. Gerade zu Beginn passieren dabei auch schon mal “Fehler”, was natürlich ärgerlich ist, wenn diese sich nicht mehr korrigieren lassen. Andererseits möchte ich aber auch nicht alles mit Bleistift vorzeichnen.

Durch Zufall bin ich vor einiger Zeit auf die Pilot Frixion-Stifte aufmerksam geworden. Ich nutze inzwischen die Tintenroller und Fasermaler und das tolle an ihnen ist, dass ich sie wieder löschen kann, wenn ich mich verschrieben habe, und kleinere “Fehler” so einfach weggezaubert werden. Je nach Papierart funktioniert das Ausradieren erfahrungsgemäß zwar nicht so hundertprozentig, aber ich bin bisher ganz zufrieden.

Bullet Journal anlegen

Index und Key

Auf die erste Seite des Bullet Journals kommt der Index, also das Inhaltsverzeichnis. Da mein Bullet Journal momentan noch wenig Inhalt hat, habe ich nur die Überschrift geschrieben und zur nächsten Seite weitergeblättert. Hier habe ich den Key angelegt, also die Symbolik oder Farbkategorien, die ich verwende.

Um diese Seite zu sparen und nicht ständig zurückblättern zu müssen, kannst du den Key auch auf eine kleine Karteikarte schreiben und diese mit Klebeband so vorne in deinem Bullet Journal an einem Seitenrand festkleben, dass du sie später ausklappen kannst, wenn du mal nachschauen musst.

Jahres-, Monats- und Wochenplanung

Danach geht es weiter mit einem Jahreskalender als Übersicht. Ich habe auf diesen vorerst verzichtet, da er für 2017 keinen Sinn mehr macht. Für 2018 werde ich später einen anlegen. Auf die Jahresübersicht folgt der Monatskalender, in den du alles eintragen kannst, was in diesem Monat ansteht. Ich nutze dafür eine Doppelseite.

Als nächstes habe ich eine weitere Doppelseite für Inspiration, Brainstorming sowie meine Monatsleseliste eingefügt. Bisher noch ziemlich leer, bis auf ein paar Buchtitel.

Stattdessen kannst du auf den nächsten Seiten auch direkt mit der Wochen- oder Tageseinteilung weitermachen. Das bleibt völlig dir überlassen, je nachdem, wie viel Übersicht du brauchst.

Ich habe mich für eine Wochenübersicht als Doppelseite entschieden.

Jeder Tag ist dabei in drei Spalten unterteilt: Links TO DO (Aufgaben), in der Mitte Wochentag und Datum, Rechts Termine. Daneben ist Platz für weitere Notizen sinnvoll. Das ist bei mir etwas knapp ausgefallen, so dass ich auf den nächsten Seiten ein bisschen mehr darauf achten werde!

Einfach ausprobieren

Du kannst natürlich noch jede Menge weiterer Tags einfügen, z. B. Geburtstagslisten, Wunschzettel, Ziele, Challenges, Trainingsfortschritte, Rezepte, Rückblicke usw.

In meinem Bullet Journal steht noch nicht ganz so viel drin. Ich lasse es sich über die Zeit entwickeln, weshalb ich auch nicht gleich das ganze Jahr im Voraus anlege, sondern jeden Monat nach und nach. So kann ich auch spontan noch andere Dinge einfügen. Auf jeden Fall werde ich mir neben dem Brainstorming noch eine ‘Kritzel’-Seite anlegen und außerdem Übersichten für Social Media und Blog und Schreibpläne bzw. -fortschritte zu meinen Projekten.

Wie schon gesagt, geht es ums Ausprobieren und Verwerfen. Ich lasse mich überraschen, was daraus wird. Auf jeden Fall macht es mir Spaß, einfach kreativ zu sein.

Führst du vielleicht auch ein eigenes Bullet Journal? Welche Erfahrungen hast du damit gemacht?

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