Erfolgreich werden: 30+2 Tipps für deine Zielerreichung!

Den inneren Kompass auf »Ziel« gelenkt

Du willst glücklich, zufrieden und erfolgreich werden? Und fragst dich, wie du das erreichen kannst?

Wir alle sehnen uns danach, mehr zu erreichen aber wissen oft nicht, was genau dieses mehr für uns persönlich eigentlich ist, geschweige denn wie wir es verwirklichen sollen. Gibt es da denn keine Anleitung, der ich einfach folgen kann?

Der Weg zum Erfolg scheint uns die meiste Zeit völlig im Nebel verdichtet. Wir haben keine Ahnung, in welche Richtung wir laufen müssen. Unsere Ziele – sofern wir diese überhaupt kennen – scheinen so unendlich weit entfernt und wir zweifeln, ob wir jemals ankommen werden.

Und wie werde ich jetzt erfolgreich?

»Erfolg ist kein Zufall!«

Es gibt nicht einen einzigen für alle gleichermaßen gültigen Weg zum Erfolg. Denn jeder hat andere Träume und Ziele, die er verwirklichen möchte.

Wie also gehe ich am besten vor?

Vielleicht schaue ich einfach mal, was andere Menschen dafür tun, die ihren eigenen Weg zu Glück und Erfolg bereits gegangen sind.

Diese Tipps helfen dir, deine Ziele schneller zu erreichen.

1. Gib niemals auf

»Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.« (Bertolt Brecht)

Ja. Es ist möglich – sogar wahrscheinlich – dass du auf deinem Weg hinfallen wirst. Nicht einmal, sondern mehrfach. Aber das ist nicht schlimm. Wichtig ist nur, dass du dadurch nie deinen Mut verlierst und aufgibst. Bleib dran! Versuch es noch einmal, zweimal, dreimal … bis es klappt!

2. »Tue jeden Tag etwas, wovor du Angst hast«

Eleanor Roosevelt sagte das und es klingt erstmal … beängstigend?

Jeder Mensch hat Angst vor irgendetwas. Aber solange wir dieser Angst immer wieder nachgeben, hält sie uns klein und wir verpassen vermutlich Chancen und Glücksmomente im Leben, weil wir stattdessen darüber grübeln, was vielleicht passieren könnte.

Obendrein ist das meiste von diesen Grübeleien totaler Quatsch und tritt niemals ein. Ernsthaft – also hör auf damit!

Leicht gesagt? Da stimme ich zu. Ich selbst bin eine wahre Meisterin des Grübelns und schaffe es nicht immer, diesen enorm wichtigen Rat von Eleanor Roosevelt zu beherzigen.

Doch mit jedem Mal, das ich mich meiner Angst stelle, stelle ich fest, dass sie geringer wird und mein Vertrauen wächst. Das kannst auch du.

3. Betrachte Krisen als Chance, daraus zu lernen

Jeder Mensch erlebt hin und wieder Krisen im Leben. Zeiten, in denen wir nur noch negativ denken, verzweifeln und nicht wissen, wie es weitergehen soll. Oft suchen wir die Schuld dann im Außen und hadern, wenn sich dort nichts ändert.

So etwas habe ich vor nicht allzu langer Zeit selbst intensiv erlebt und es hat eine Weile gedauert, bis sich meine Gedanken verändert haben.

Hinterfrage doch einmal ehrlich, auf was die jeweilige Situation dich vielleicht hinweisen will. Welchem »Problem« bist du bisher – bewusst oder unbewusst – aus dem Weg gegangen? Worin könnte die Hürde liegen, vor der du in der Vergangenheit bei jedem Run abgebremst hast und die du jetzt lernen könntest, zu überspringen?

Eine Krise verschafft dir die Möglichkeit, dich mit dir selbst auseinanderzusetzen und dich besser kennenzulernen. Nimm dir die Zeit und ergründe dich. Du musst dabei natürlich aufrichtig zu dir sein. Dann kannst du an der Situation wachsen und bist hinterher dankbar, weil es dich stärker gemacht hat.

4. Sei dankbar für das, was du hast

Echte Dankbarkeit gibt dir ein völlig neues Gefühl. Im Alltag, wenn uns gerade mal wieder irgendetwas nervt, rufen wir es uns selten ins Gedächtnis. Aber wenn wir ehrlich nachdenken, hat jeder von uns etwas, für das er dankbar sein kann – materiell oder nicht materiell.

Fang an, es dir regelmäßig bewusst zu machen, und deine ganze Einstellung wird sich ändern. Schreib jeden Abend drei Dinge auf, für die du an dem Tag dankbar bist.

5. Verlasse deine Komfortzone

Das Leben besteht aus Erfahrungen. Tu nicht immer das Gleiche. Sei offen, Neues zu entdecken. Lass dich auf Unbekanntes ein. Du kannst nie wissen, was dich erwartet. Erweitere deinen Horizont.

6. Lerne »Nein« zu sagen

Du sagst oft Ja, obwohl du lieber Nein sagen möchtest, weil du Angst hast, egoistisch zu sein? Verursacht dir Nein zu sagen sofort ein schlechtes Gewissen?

Oft beherrschen uns negative Glaubenssätze, dass wir abgelehnt oder nicht mehr geliebt werden, wenn wir Nein sagen. Auch meinen wir, durch ein Ja Konflikten und Diskussionen aus dem Weg gehen zu können.

Selbstbewusst Nein zu sagen, bedeutet, dass ich meine eigenen Bedürfnisse ebenso achte wie die von anderen.

Es geht darum, ob mein Ja aus dem echten Wunsch, jemandem eine Freude zu bereiten oder einem Schuld- bzw. Pflichtgefühl, falls ich mit Nein antworten würde, resultiert.

Nimm dich selbst an. Steh zu dir. Du hast das Recht, Nein zu sagen, wenn dir danach ist.

7. Bewahre dein inneres Kind

Erinnerst du dich, wie du als Kind die Welt entdeckt hast? Jeder Tag ein neues Abenteuer, voller Wunder, Träumerei und Fantasie?

Kinder sind wissbegierig, neugierig und offen. Wenn wir erwachsen werden, denken wir immerzu nach und verlieren viel von dieser Leichtigkeit.

Sei öfter spontan, erlaube dir öfter zu lachen und etwas von deiner verloren gegangenen Naivität wiederzuerlangen.

8. Akzeptiere dich

Nimm dich an, mit allem, was (jetzt) zu dir gehört. Alle Stärken, Schwächen, Fehler und Talente.

Dich voll zu akzeptieren, heißt nicht, dass du alles gut finden musst oder bestimmte Dinge nicht für die Zukunft ändern kannst.

9. Achte auf deine Gedanken

Achte bewusst auf deine Gedanken. Beobachte, nach welchen Glaubenssätzen du lebst und ersetze negative durch positive.

10. Hör auf, perfekt sein zu wollen

Niemand ist perfekt. Weder ich noch du oder irgendein anderer Mensch werden das je erreichen. Also verschwende deine Zeit und Energie nicht mit dem Versuch, es zu sein.

Perfektionismus tritt auf der Stelle, weil du immer wieder etwas finden wirst, das du verbessern könntest. Gib stattdessen einfach dein Bestes und dann lass los, damit du dir nicht selbst das Vorwärtskommen versperrst.

11. Schalte einen Gang zurück

Immer muss alles schnell gehen. Wir hetzen von einem zum nächsten Termin und sind gedanklich oft schon ganz woanders als körperlich.

»Wenn du es eilig hast, gehe langsam«, lautet ein Sprichwort.

Also geh langsamer. Iss langsamer. Sprich langsamer.

Und verzichte auf Multitasking. Mach eine Sache – mach sie richtig. Und danach die nächste.

Du musst dich nicht ständig beeilen. Nimm das Leben bewusst wahr, lass es nicht vorbeiziehen, ohne dass du es merkst.

12. Schlafe ausreichend

Fünf Stunden, sechs, sieben … oder doch acht?

Wenn du dauerhaft zu wenig schläfst, wird sich das bemerkbar machen. Anfangs wirst du gereizter, hast mehr Stimmungsschwankungen und kannst dich schlechter konzentrieren. Langfristig steigt auch dein Risiko für Herz-Kreislauf- und andere Krankheiten.

Wie viel Schlaf jemand benötigt, ist individuell. Teste es aus.

13. Ernähre dich bewusst

Unser Körper ist echt erstaunlich, wenn man bedenkt, wie gut er funktioniert, obwohl wir ihn dauernd mit irgendwelchem ungesunden Zeug vollstopfen. Fast Food, Süßigkeiten, Softdrinks …

Mal ehrlich: Tu dir das nicht länger an! Ich habe vor einiger Zeit angefangen, auf Zucker zu verzichten (ja, zugegeben … zweimal wurde ich rückfällig). Aber ich steigere meine Auszeit vom Zucker stetig. Inzwischen kommt mir vieles, das ich früher oft gegessen oder getrunken habe, widerlich süß vor, so dass es mir gar nicht mehr schwerfällt, darauf zu verzichten.

Ich sag nicht, dass du jetzt komplett abstinent leben und dich nur noch von grünem Biofutter ernähren sollst. Aber etwas bewusster darauf achten, was wir so täglich in uns hineinschaufeln, und manches auszutauschen schadet nicht.

14. Trink ausreichend Wasser

Fang sofort nach dem Aufstehen damit an und trink ein halbes Glas stilles Wasser. So gleichst du schon mal die Flüssigkeit, die dein Körper nachts durchs Schwitzen verloren hat, wieder aus.

15. Miste aus, was du nicht mehr benötigst

Verschenke es. Gib es jemandem, der es noch gebrauchen könnte.

Glaub mir, dieses äußere Entrümpeln schafft auch in deinem Inneren neuen Platz und mehr Klarheit. Probiere es aus!

16. Riskiere auch mal etwas

Vorsicht ist gut. Zu viel Vorsicht ist es nicht, denn das bedeutet Stillstand.

17. Halte dich fit

Treib Sport. Zwei- bis dreimal die Woche.

Es gibt so viele Sportarten. Da ist bestimmt auch für dich was dabei …

18. Meditiere täglich 15 Minuten

Setz dich in eine entspannte Position, schließ deine Augen und versuch dich für fünfzehn Minuten nur auf deinem Atem zu konzentrieren.

Am Anfang wird dir das sicher schwerfallen und es werden jede Menge anderer Gedanken auftauchen. Lenk deine Konzentration dann wieder zurück auf deinen Atem.

19. Entspanne in der Natur

Geh öfter spazieren. Denk an nichts anderes. Genieß einfach den Moment.

20. Umgib dich mit positiven Menschen

Immer wieder im Leben haben wir es mit Menschen zu tun, die uns bremsen und uns sagen, was wir ohnehin nie können oder erreichen werden. Menschen, die unsere eigenen Zweifel nähren und damit unser Selbstvertrauen schwächen. Von solchen Menschen solltest du dich fernhalten. Wenn eure gemeinsam verbrachte Zeit dazu führt, dass du dich all deiner Energie ausgesaugt und erschöpft fühlst, lass sie aus deinem Leben gehen.

Umgib dich stattdessen mit Menschen, die dich bestärken und bei dem, was du erreichen willst, unterstützen. Menschen, bei denen du motiviert und energiegeladen aus eurer Begegnung hervorgehst.

21. Habe Vorbilder und Mentoren

Erfolg hinterlässt Spuren. Folge der Spur!

Orientiere dich an Menschen, die bereits erfolgreich in dem sind, was du dir wünschst. Nutze sie als Vorbild. Lies ihre Biografien. Die Energie, die sie ausstrahlen, wird dich inspirieren und motivieren.

22. Finde deinen Flow

Kennst du das? Wenn du dich mit etwas beschäftigst, das du so richtig gerne und aus vollem Herzen tust, und völlig die Zeit darüber vergisst und alles andere ausblendest?

Das nennt man Flow.

Mir geht es beim Schreiben so oder wenn ich mit der Kamera draußen in der Natur unterwegs bin.

Was ist es bei dir? Wo liegt deine Leidenschaft?

23. Häng nicht permanent am Smartphone

Das wahre Leben findet nicht online statt, sondern direkt um dich herum in der realen Welt. Wenn du die ganze Zeit nur auf dein Smartphone starrst, bist du in deinem eigenen Leben nicht anwesend und es läuft im Hintergrund ohne dich ab. Deshalb schalte das Smartphone auch mal aus und leg es außer Reichweite.

24. Lerne, wirklich zuzuhören

Menschen reden sehr viel (oft auch viel dummes Zeug, aber das ist ein anderes Thema). Indem du ihnen zuhörst, kannst du eine Menge lernen – sowohl inhaltlich als auch über den Gesprächspartner.

Außerdem signalisierst du deinem Gegenüber durch wirkliches Zuhören, dass du gedanklich ganz bei ihm bist und nicht schon z. B. bei der Einkaufsliste, weil du später noch in den Supermarkt musst oder beim Termin am nächsten Tag etc.

25. Lass die Vergangenheit los

Du fragst dich, was wäre, wenn du bestimmte Wege nicht eingeschlagen oder dich in gewissen Situationen anders entschieden hättest?

Fehler, Rückschläge und Niederlagen hat jeder von uns vorzuweisen. Aber sie sind geschehen und auch Gutes, das einmal Teil unseres Lebens war und jetzt nicht mehr, können wir nicht zurückholen. Die Vergangenheit ist vorbei. Lass alten Kummer und Sorgen los.

Leben können wir einzig im Jetzt.

Deshalb vergleiche deine Vergangenheit mit einem ausgelesenen Kapitel in einem Buch. Du nimmst mit, was in diesem Kapitel geschrieben stand. Doch dein Blick liegt auf den Zeilen der neuen Seite, die du jetzt aufschlägst.

26. Entwickle eine Morgenroutine

Mach dir eine feste Morgenroutine zur Gewohnheit, die dich körperlich und geistig optimal für den Tag vorbereitet.

27. Lies täglich

Werde eine echte Leseratte!

Ich lese im Schnitt zwei bis drei Bücher pro Woche. Querbeet. Du lernst etwas, wirst inspiriert und entwickelst neue Sichtweisen auf viele Dinge.

Integriere das Lesen doch gleich mal in deine Morgenroutine, z. B. in Form von inspirierenden Interviews deiner Vorbilder.

28. Bleib offen für Neues

Hand aufs Herz: Wann hast du zuletzt etwas Neues ausprobiert? Oder wann wolltest du etwas Neues testen und hast es dann aus irgendwelchen Gründen doch nicht getan?

Du wirst erst wissen, ob dir etwas Spaß macht oder ob du es kannst, nachdem du es versucht hast. Vielleicht entdeckst du Fähigkeiten, die du bisher nicht für möglich gehalten hast. Vielleicht öffnen sich dir neue Möglichkeiten, privat oder beruflich.

Bleib nicht stehen, wo du gerade bist. Lauf weiter!

29. Sei authentisch

Das Leben ist zu kurz, um vorzugeben, jemand anderes zu sein. Verstell dich nicht, nur um anderen Menschen zu gefallen.

Sei du selbst. Steh hinter deinen Werten und Überzeugungen.

30. Hör auf zu existieren und fang an zu leben

Das Leben ist das mit der Freude und mit den Farben, nicht das mit dem Ärger und dem Grau.

Darum – wie schon Astrid Lindgren sagte: »Sei frech und wild und wunderbar!«

Und jetzt – ganz besonders wichtig …

31. Finde ein starkes Warum

Definiere dein Ziel. Und noch wichtiger: Kläre dein Warum. Dieser Punkt ist ganz besonders wichtig!

Warum willst du dein Ziel erreichen? Was treibt dich an?

Vielleicht bist du intrinsisch motiviert. Du tust also etwas, weil du daran Spaß hast, darin einen Sinn siehst oder die Tätigkeit dich herausfordert. Die Tätigkeit selbst ist dann deine Belohnung.

Du kannst stattdessen auch extrinsisch motiviert sein, z. B. durch den Wunsch nach Anerkennung, Geld, Macht etc. Vielleicht möchtest du auch anderen helfen oder die Welt verbessern.

Je stärker dein Warum ist, desto mehr Klarheit wirst du gewinnen und desto größer werden dein Antrieb und deine Disziplin sein, dein Ziel zu erreichen.

32. Denk nicht nur darüber nach – TU ES!

Noch mal: Das Leben ist kurz. Du hast nur diese eine Zeit auf Erden, um deine Träume zu erfüllen. Willst du sie an dir vorbeiziehen lassen, während du weiterhin überlegst, was du irgendwann mal machen könntest?

Erfolg hat drei Buchstaben: T-U-N

Alles Reden, Denken und Planen hilft nicht, wenn kein Handeln folgt. Leg endlich los!

Hier kannst du dir die Tipps als PDF downloaden: 30+2 Ideen, die dich besser machen

Und jetzt bist du dran …

Krisen als Chance: Der Start für dein Wachstum!

Jeder Mensch hat Wünsche, Träume und Bedürfnisse. Wir sehnen uns, in unserem Tun einen Sinn zu erkennen. Denn ohne Sinn sinkt unsere Motivation immer weiter, bis unser inneres Feuer erlischt. Dann geraten wir in eine persönliche Krise und fühlen uns einfach richtig mies. Worin soll also die Chance bestehen, fragst du dich?

Kein Wachstum ohne Krise

Niemand ist generell davor sicher, in eine Lebenskrise zu geraten. Die meisten Menschen erleben das irgendwann einmal im Laufe ihres Lebens (obwohl es manche vielleicht nie eingestehen würden) und es gibt auch kein Allheilmittel dagegen.

Aber mal ehrlich: Vielleicht, wenn du an vergangene Situationen zurückdenkst, die dir in jenem Augenblick wirklich schlimm erschienen sind und in denen du kraft- und mutlos warst. Bist du heute nicht innerlich stärker als damals? Hast du dich nicht gerade aufgrund dieser Umstände in deinem Leben weiterentwickelt und bist daran gewachsen?

Jede Krise bietet dir die Chance, dich selbst besser kennenzulernen, deine aktuellen Lebensumstände zu prüfen und dann zu verändern, was nicht mehr zu dir passt. Die Chance, persönlich zu wachsen, deine bisherigen Grenzen auszuweiten und dein vorübergehendes Down in ein strahlendes Rise Up zu verwandeln.

Das Problem daran mag sein, dass wir es leider oft erst im Nachhinein so bewerten. Deshalb machen wir es uns zunächst selbst meist noch schwerer.

Dazu will ich dir etwas erzählen …

Die kleine Geschichte von Drakys

Es war einmal ein alter Drache namens Drakys. Sein Feuer loderte kraftvoll und grell wie die Sonne und wo andere nach Wärme suchten, hatte der Drache sie ihnen geschenkt.

In diesen Tagen brannte Drakys’ Feuer immer schwächer und das Züngeln seines Rachens verglühte in bleichem Rauch, noch während er es entfachte. Sein massiger Rumpf, einst glänzend geschuppt wie leckende Flammen, ergraute und seine einstige Kraft strömte wie Schweiß aus seinem ermattenden Körper. Ich habe gebrannt. Gebrannt, warm und hell, zur Hoffnung und Freude, gegen Kälte und Einsamkeit, für Freunde und Fremde, für alle anderen. Nun bin ich müde und geschwächt und es bleibt kein Feuer für mich, grämte er sich. 

Schlaff und träge schleppte Drakys seinen schweren Körper, den er einst leicht und mühelos hochgestemmt hatte, zum Drachenältesten, um Rat zu erbitten.

»Dein Leib ist matt und stumpf und deinen Augen fehlt ihr früheres Leuchten«, beäugte dieser ihn. »Lange und heiß hast du dein Feuer verschenkt, ohne dich zu schonen, und nicht darauf geachtet hast du, es einzuteilen. Jetzt scheint deine Hitze verloren.«
»Wo finde ich es wieder?«, fragte Drakys schweren Herzens. »Sag es mir, bitte. In den siedenden Quellen von Tandrya?«
»Nein. Die Hitze der dortigen Quellen schießt als flüchtiger Funken empor. Sie würde dich verbrühen.«
»Dann womöglich im Tal der wehenden Sonne?«
»Auch dort nicht. Denn jene Wärme schwebt dicht und langsam. Sie würde deine letzte Kraft erdrücken«, verneinte der Älteste.
»Aber vielleicht mag der Wind in Sandria mein Feuer entzünden.«
Wieder schüttelte der alte Drache den Kopf. »Zu wild und unbeständig wirbelt jenes Wehen. Denn es bläst aus verschiedenen Richtungen und lässt dich flattern. Es hält dich fest, ohne dass du jemals vorwärtskommst. Es würde dich zerreißen und deinen letzten Funken entzweien.«
Da fiel dem erschöpften Drakys nichts weiter ein.
»Um dein Feuer zu entfachen, suche zuerst dein Wasser«, riet der Drachenälteste.
»Das Wasser?«, wunderte Drakys sich. »Wie mag Wasser einen Brand entzünden?«
»Wie ein einzelner Regentropfen erdrückende Dürre in wohlige Wärme wandelt.«
Drakys seufzte schlapp. »Also gut. Ich will zur Sturmküste im Osten reisen, obwohl meine Kraft kaum für solch einen Flug reicht.«
»Erspare dir den weiten Weg. Das Meer schäumt stetig und seine Wogen schnalzen hart wie Peitschenschläge ans Ufer, dass sie jede Flamme löschen. Wo du es blickst, verzerrt es dein Wesen. Das Wasser, das du suchen sollst, ruht glatt wie ein Spiegel. Ein Schluck daraus mag deine Hitze wiederbringen. So gilt es für alle Zeiten. Das Feuer, das verbrennt, wird vom Wasser geheilt.«

Da verstand Drakys, dass er seine Flammen zu oft und zu eifrig hatte schwelen lassen, ähnlich einer Suppe, die bei zu viel Hitze überkocht.
Er begab sich auf die Suche und entdeckte ein einsames Tal. Darin perlte ein Bergsee, dessen Haut von keinem Windzug verwischt wurde. Am Ufer legte Drakys sich nieder. Niemand bat ihn dort um Feuer und er beobachtete eine Weile sein eigenes fahles Antlitz an der glatten Wasseroberfläche.

Eines Morgens spürte er, wie der Funken in seinen müden Körper zurückkehrte. Bald darauf schwang sich Drakys empor. Er glänzte wieder und fühlte sich stark. Und er freute sich darauf, neues Feuer zu schenken.

Na, wie gefällt dir die Geschichte von Drakys? Kommt sie dir ein bisschen bekannt vor?

Ich selbst habe mich in letzter Zeit ziemlich oft so gefühlt – erschöpft, überreizt, ausgebrannt. Ich wollte so viel tun, hatte Pläne und Ideen. Aber ich kam einfach nicht ins Tun. Mir fehlte die Kraft. Die Richtung. Der Flamme.

In den vergangenen Monaten schwand mein inneres Feuer immer weiter. Anfangs war es mir vielleicht gar nicht bewusst und als ich es merkte, versuchte ich es lange zu ignorieren. Einfach weitermachen!, dachte ich. Ich muss es nur durch einen kräftigen Funken wieder anfachen. Aber wie der Drachenälteste auch Drakys erklärt, wirkt solch ein Funken nur flüchtig. Du findest ihn und verlierst ihn wieder.

Ich ärgerte mich, war frustriert. Wenn ich imstande war, mich so sehr zu begeistern, musste ich das doch aufrechterhalten können. All das, was ich so gerne tat, was mir Freude bereitete – warum war ich unfähig, es einfach zu machen?

Also trieb ich mich noch stärker an, nahm mir noch mehr vor und scheiterte am Druck, den ich mir selbst aufbaute, bis ich weder wusste, wo ich stand, noch wo ich hinwollte.

In der Krise abwärts … auf dem Weg ins Burnout

Das Jahr 2018 war mein absolutes Down. Nachdem ich monatelang missachtet hatte, was mir gut tut, hatte ich meinen persönlichen Tiefpunkt erreicht. Nervlich am Ende und auch körperlich zeigten sich deutliche Auswirkungen. Ich zog mich immer mehr zurück, fand aber trotzdem keine Erholung. So konnte es nicht weitergehen! Es musste sich etwas ändern.

ICH MUSSTE MICH ÄNDERN!

Die Erkenntnis, das du selbst, das einzige bist, worauf du wirklich Einfluss hast, ist ein wichtiger Anfang. Natürlich hören wir das immer wieder, aber verinnerlichen wir es tatsächlich genug, um genau diese Veränderung in uns selbst herbeizuführen? Und wissen wir, wie wir das überhaupt anstellen sollen?

Ich wusste es nicht.

Veränderungen benötigen Zeit, hört man immer wieder. Die einen reden davon, es bräuchte 21 Tage, um neue Gewohnheiten zu manifestieren, andere behaupten 66 Tage und wieder andere wie viel auch immer. In jedem Fall funktioniert es kaum von heute auf morgen. Aber zumindest erst mal anfangen, oder?

Zeit war etwas, wovon ich gefühlt – wie wohl die meisten – ohnehin nie genug habe. Und obendrein: Ich lag am Boden und wollte dort nicht länger bleiben! Keine 21 Tage, erst recht nicht 66! So lange, glaubte ich, würde ich wahrscheinlich auch nicht mehr durchhalten!

Du merkst es?

Ich baute schon wieder Druck auf.

Schlechte Idee.

Viel Elan, kein Plan!

Was folgte, war eine wilde Flatterei ohne Ziel.

Ich verfiel in blinden Aktionismus. Hauptsache, irgendwas anders machen. Aus der Komfortzone ausbrechen. Neue Erfahrungen erleben, meine Inspiration wiederfinden – ich hatte zwischenzeitlich lange das Gefühl, sämtliche Fähigkeit zu kreativem Denken wäre mir abhandengekommen. Keine neuen Ideen mehr, keine Geschichten, kein Schreiben!

Aber auch hier suchte ich die Lösung im Außen. Ich beschäftigte mich pausenlos, lief hierhin und dorthin, »sammelte« alle möglichen Aktivitäten, schritt erst in die eine, dann in die andere Richtung. Schließlich gab es so vieles, das mich interessierte und das ich schon immer mal ausprobieren wollte.

Das Resultat: Es zerriss mich, bis ich aufgab!

Ich kam mir vor, als schwämme ich im Ozean, ohne zu wissen, in welcher Richtung das Ufer existierte. Und so trieb ich im Kreis, anstatt vorwärtszukommen.

Weniger ist mehr

Ich bin nicht sicher, an welchem Punkt ich mich letztlich besann. Nur das ich es zum Glück (!) irgendwann tat.

Zuerst habe ich mal ordentlich entrümpelt und ausgemistet. Meine Wohnung, meine flatternden Freizeitaktivitäten, meinen Geist.

Aus meiner Küche sind sämtliche (naja … fast) ungesunden Nahrungsmittel rausgeflogen: allem voran Cola !!!, Zucker, TK-Fertiggerichte, Süßkram. Ich achte mehr auf meine Ernährung (was nicht heißt, dass ich mir nicht auch mal was Ungesundes gönne, weil’s einfach schmeckt 😉 ) und powere mich 3x in der Woche beim Sport aus. Die körperlichen Symptome, die durch den Raubbau an mir entstanden waren, sind wieder verschwunden. Ich fühle mich fitter. Mein Kleiderschrank platzt nicht mehr auseinander. Alles, das ich seit einem Jahr nicht getragen habe oder das ohnehin nicht mehr ganz so passte, sortierte ich aus. CDs, DVDs und auch ein paar Bücher, die sich mittlerweile schon in dritter Reihe stapelten, mussten weichen. Sämtliche Aktenordner wurden entmistet – ich mag echt kein Papier mehr schreddern! – und die Regale vom ganzen Nippes befreit, der sich über die Jahre angesammelt hat und dort als Staubfänger diente. Zum Schluss habe ich mir meine Notizbücher vorgenommen und all die Textschnipsel, Kritzeleien und Skizzen den zugehörigen Projekten zugeordnet.

All das tat richtig gut.

Der Blick ins glatte Wasser

Mein Fokus richtet sich nach innen, auf die Arbeit an mir. Ich reflektiere noch mehr als vorher – manchmal vielleicht auch zu viel 😉 – und habe mich intensiv in Büchern (dazu wird noch ein separater Artikel folgen) und Workshops mit persönlicher Entwicklung, Zielfokussierung und Lebenserfolg auseinandergesetzt. (Wenn du dich mit persönlichem Wachstum und Erfolg beschäftigst, stößt du u. a. früher oder später unweigerlich auf GEDANKENtanken, was ich dir wirklich ans Herz legen kann. Ich habe dort schon manche neue Impulse und Inspiration erlangt.)

Ich behaupte nicht, das alles bereits wieder völlig rund läuft. Aber mein Ziel ist klarer, meine Richtung stimmt wieder und ich komme vorwärts. Am Rest arbeite ich weiter, ein Schritt nach dem anderen. Es bleibt ein andauernder Prozess.

Am Wichtigsten ist, dass ich mich selbst wiedergefunden habe.

»Mitten im Draußen traf ich auf mich, dahockend und abwartend,

als hätte ich mich verloren.

Ich nahm mich an die Hand und wir gingen zu zweit,

wieder vereint.«

Hast du selbst schon einmal eine persönliche Krise erlebt? Wie hast du sie gemeistert? Erzähl mir gerne davon.

Hochsensibel und gut so! Und du?

Du meinst, du wärst irgendwie anders? Super! Dann gehst du wenigstens nicht in der Masse unter. Hochsensibel, überempfindlich, zu anfällig … Gehen wir der Sache doch mal auf den Grund …

Hast du schon öfter das Gefühl gehabt, dass du mehr Ruhe brauchst als andere? Kennst du das Bedürfnis, Nein zu sagen, weil du dich erschöpft fühlst, aber aus schlechtem Gewissen heraus doch Ja sagst?

Oh – ich kenne das nur allzu gut.

Mit dem Ergebnis, dass ich mich häufig total mies gelaunt bei Dingen wiederfand, die mir eigentlich Spaß machen (sollten). Hochsensibel? Darauf stieß ich erst Jahre später.

Hochsensibilität: Gabe oder Fluch?

Jetzt, da ich mich als hochsensiblen Menschen besser verstehe, kann ich auch akzeptieren, dass ich eben mehr Pausen und Auszeiten benötige als der Durchschnittsmensch, um meine Akkus wieder aufzuladen.

Ich reagiere auf vieles empfindlich – Licht, Lärm, Gerüche, Stimmungen – und ich ertrage manche Menschen nur »dosiert«, bevor ich mich zurückziehen muss. Das ist nicht böse gemeint, es gibt eben Menschen, bei denen ich beim Zusammensein eher Energie verliere anstatt sie aufzutanken.

Partys sind für mich ein absoluter Graus, weil zu viele Geräusche zeitgleich auf mich eintrommeln: Reden, Lachen, Geschirrklappern, Musik aus dem CD-Spieler usw. Es heisst, Katzen hören Geräusche um die dreihundert mal intensiver als der Mensch. So komme ich mir manchmal auch vor. Dann fühlt es sich an, als ob mir der Kopf platzt und ich verabschiede mich vorzeitig – früher oft mit irgendeiner Ausrede, da ich nicht wusste, wie ich es erklären sollte. Solche Veranstaltungen saugen mich regelrecht leer!

Ich gehe gerne raus, treffe mich mit Freunden, unternehme etwas. Doch meine persönliche Grenze an ertragbaren Wochenterminen liegt offenbar niedriger als bei anderen. Nach einem 9-Stunden-Arbeitstag brauche ich erst mal Zeit für mich.

Klar – wer nicht?, wendest du jetzt vielleicht ein. Geht doch jedem so. Aber falls du selbst hochsensibel bist, kennst du das vielleicht von dir.

HSPler ticken einfach ein bisschen anders. Da kann ein simpler Anruf von lieben Menschen, mit denen ich sonst fröhlich plaudere, oder eine Verabredung mit Freunden in jenen Momenten schlagartig zu viel für mich werden. Und nein! In genau diesen Momenten kann ich mich nicht zusammenzureißen, wie manch einer inbrünstig von mir fordert! Meine Energiereserven reichen dann nicht mehr aus, um noch irgendetwas aufzunehmen. Auch keine an sich schönen Dinge – alles ist in diesem Augenblick zu viel!

Warum kriege ich das nicht hin?, habe ich mich oft gefragt. Tue es auch jetzt manchmal noch. Alle anderen schaffen es doch auch. Ich zweifle an mir selbst, ärgere mich, mache mir schwere Vorwürfe. Mal wieder versagt.

Oft sind Menschen in meiner Umgebung erstaunt, was ich alles wahrnehme, von dem sie gar nichts mitbekommen. Wenn ich sie frage: »Hast du das gerade gehört?« ernte ich häufig nur rätselnde Blicke und Kopfschütteln.
Das Gehirn von Hochsensiblen arbeitet anders, filtert weniger und lässt mehr Informationen durch.
Ich registriere mehr, aber der Speicher ist dadurch auch ziemlich schnell voll. Dann ist der Punkt erreicht, an dem nichts mehr geht.

»Wegen Reizüberflutung geschlossen! Overloaded!«

Hochsensibilität als Stärke annehmen

Hochsensible sind empfänglicher für äußere und innere Reize (z. B. Gedanken, Erinnerungen). Sie erleben tiefer und »sehen« dadurch manches schon im Vorfeld kommen, was anderen oft schwer zu erklären ist.

Unsere niedrigere Reizschwelle führt rasch zur Überreizung und was wir heute erleben, kann sich noch Wochen später genauso intensiv anfühlen – oh ja, glaub mir!

Menschen, die hochsensibel sind, brauchen regelmäßigen Rückzug, um Dinge zu verarbeiten. Leider fehlinterpretieren andere dieses Bedürfnis oft als introvertiert, ungesellig und wenig belastbar.

Für mich ist Hochsensibilität aber auch eine besondere Stärke. Sie macht mich einfühlsam und empathisch. Ich kann mich gut in andere Menschen und ihre Beweggründe hineinversetzen. Ein Gefühl von »menschlich verständlich«, wenn auch nicht immer korrekt, nimmt der ein oder anderen Situation die Schärfe.

Ich reflektiere mich selbst stark und kann für ein Thema aus verschiedenen Motiven und Richtungen heraus argumentieren. Manchmal – sogar Tage, nachdem ich dachte, ich sei mit dem Thema durch – fallen mir ganz plötzlich weitere Argumente ein. Stimmt, manchmal ist das ziemlich nervig!

Ich merke, dass ich dabei häufig ins Grübeln abdrifte. Aber ich habe inzwischen gelernt, das zu akzeptieren und nicht im Gedankenkarussell steckenzubleiben. Zugegeben – ab und zu kreist es noch etwas länger 😉

Ich bin in der Lage, mich völlig in etwas zu vertiefen, zum Beispiel beim Schreiben, Fotografieren oder wenn ich mich in der Natur aufhalte. Ich erlebe dann das, was viele als »Flow« bezeichnen. Danach fühle ich mich kraftvoll und energiegeladen, vorausgesetzt, ich werde nicht zwischendurch gestört.

Die Kehrseite ist der Drang nach Perfektion und die Gefahr, mich festzubeißen. Andererseits bin ich dadurch aber auch sehr gewissenhaft.

Über mein Gedächtnis staune ich ab und zu selbst. Ich erinnere mich an kleinste Details aus Gesprächen noch Monate oder Jahre später. Das ist sowohl im Freundeskreis als auch im Job ganz nützlich und vielen Menschen um mich herum bereits aufgefallen.

Es bringt ganz sicher positive und auch anstrengende Aspekte mit sich, hochsensibel zu sein. Es macht den Alltag nicht immer einfach, weil viele Menschen Hochsensibilität schlicht als »zu empfindlich« abtun und überhaupt einfach »zu« was auch immer.

Wichtig ist, dass du als HSPler selbst um deine Eigenschaft weißt und dich selbst besser verstehen lernst.

»Lass dir nicht einreden, dass irgendwas mit dir nicht stimmt. Du bist vollkommen richtig!«

Literatur über Hochsensibilität

(alle hier angegebenen Bücher finden sich auch in meinem Bücherregal)

Hochsensibel ist mehr als zart besaitet

Hochsensibel ist mehr als zartbesaitet (Sylvia Harke)
Bot für mich viele interessante „Aha“-Momente. Ich empfehle jedem HSPler, es zu lesen.

Buchtipp: Hochsensibel - was tun?

Hochsensibel – was tun? (Sylvia Harke)
Auch dieses Buch verschafft einen guten Überblick über die verschiedenen Aspekte der Hochsensibilität, insbesondere auch der psychologischen Hintergründe, und geht dabei auf die diversen Lebensbereiche wie Partnerschaft, Beruf etc. ein.

Sind Sie hochsensibel?

Sind sie hochsensibel? (Elaine N. Aron)
Elaine N. Aron hat als erstes Hochsensibilität erforscht. Ihr Buch war mein erstes zum Thema und ist für mich ein absolutes MUSS für alle Hochsensiblen, die sich endlich besser verstehen wollen.

Scanner-Persönlichkeit: Ganz normal anders!

Du willst so viel wie möglich in jeden Augenblick hineinpacken. Dir schnell neues Wissen zu einem Thema aneignen und dann fröhlich zum nächsten wechseln. Du hast ständig neue Ideen, obwohl noch so vieles unbeendet daliegt, und hörst dann von anderen: »Sei nicht so wankelmütig!«, »Bring doch mal etwas zu Ende!«, »Entscheide dich endlich für eine Sache!«. ? Dann bist du vielleicht eine Scanner-Persönlichkeit …

Ich interessiere mich für sehr viele unterschiedliche Dinge und Themen und teste mich gerne darin aus. Und oft mache ich mir selbst später Vorwürfe, weil ich schon wieder drei neue Dinge begonnen habe, ohne die letzten drei abzuschließen.

Scanner: Ganz normal chaotisch

Scannst du noch oder schaffst du schon?

Ich weiß inzwischen, dass ich hochsensibel und eine so genannter Scanner-Persönlichkeit bin und das beschriebene Verhalten offenbar ganz normal für Menschen, die so veranlagt sind.

Ich langweile mich schnell, wenn etwas zur Routine wird und denke dann: Ich weiß jetzt genug über die Sache und kann mich mit etwas anderem beschäftigen.

Das Thema „Scanner“ hat mich neugierig gemacht und ich habe viel über Scanner-Persönlichkeiten recherchiert. Dabei bin ich auf einige interessante Bücher gestoßen. Das sind meine Favoriten, die ich dir ganz klar empfehlen kann, wenn auch du dich mit dem Thema auseinandersetzen möchtest:

scannerpersönlichkeit buchtipp: Du musst dich nicht entscheiden, wenn du tausend Träume hast

Du musst dich nicht entscheiden, wenn du tausend Träume hast (Barbara Sher)

Auch mit dem Wissen, dass ich ein Scanner bin, wusste ich erstmal nichts anzufangen. Dieses Buch hat mir geholfen, mich besser zu verstehen. Es hat mir ein Stück weit die Last genommen, mich vor mir selbst und anderen rechtfertigen zu wollen und meine Scannereigenschaft stärker anzunehmen. Meiner Meinung nach für jeden Scanner absolut empfehlenswert und auch für Nicht-Scanner in deren Umfeld sehr aufschlussreich.

scannerpersönlichkeit buchtipp: Auf viele Arten anders

Auf viele Arten anders (Anne Heintze)

»Ein vielbegabter Mensch ist reich an geistiger Vielfalt und bunter Kreativität. Er kann lernen, sich als außergewöhnliches Individuum zu positionieren, um die vorhandenen Gaben für sich und andere gewinnbringend und sinnstiftend ein- und umzusetzen.« (Anne Heintze)
Das Buch eignet sich zum Einstieg in das Thema und verschafft anfangs einen Überblick, was eine Scannerpersönlichkeit überhaupt ausmacht. Wenn du dich bisher noch nicht damit beschäftigt hast, erlebst du vielleicht den ein oder anderen Aha- oder Ja, genauso geht es mir-Effekt. Interessant ist der Selbst-Test, viele Fallbeispiele anderer Scanner und die Übungen.

buchtipp: Geht ja doch!

Geht ja doch (Cordula Nussbaum)

Wenn du das Gefühl hast, deine Träume sind irgendwo unterwegs verloren gegangen oder du einfach mehr von dem tun willst, was dir Spaß macht und gut tut, dann ist dieses Buch das Richtige für dich. Die Autorin gilt als Expertin im erfolgreichen Selbstmanagement. Anhand fünf zentraler Fragen räumt sie mit verstaubten Glaubenssätzen auf und zeigt dir neue Wege, Blockaden zu überwinden und lang angesammeltes Gerümpel aus dem Kopf zu schaffen. Für mich war das Lesen ein sehr inspirierender Denkanstoß.

buchtipp: Der Weg des Künstlers

Der Weg des Künstlers (Julia Cameron)

Dieses Buch ist ein Arbeitsprogramm, um deine Kreativität zu entfalten. Ein Reiseführer in dein eigenes Inneres. Wenn du dich auf die wiederkehrenden Übungen – Morgenseiten (versuche ich regelmäßig), Künstlertreff (muss ich noch stärker dran arbeiten) etc. – einlässt, öffnen sich dir neue Impulse, um dein kreatives Selbst dauerhaft wachzurütteln und auszuleben. Inspirierend für alle, die mehr Kreativität in ihrem Leben wünschen.

Du kennst weitere empfehlenswerte Bücher für Scanner-Persönlichkeiten, die hier nicht fehlen sollten? Oder hast du selbst als Scanner eine besondere Erfahrung gemacht? Schreib es mir.

Weitere interessante Bücher zum Thema Hochsensibilität findest du übrigens in meinem Beitrag Hochsensibel und gut so! Und du?