Der Auftakt zu einer magischen Reise ...

 

»Er ist weg!« Diese drei Worte sind alles, was der vierzehnjährige Elyjas über seinen Vater erfährt.
Als er einen seltsamen Runenstein findet, ahnt er nicht, dass er der Wahrheit näher kommen wird. Einer Wahrheit, die sein Leben für immer verändert. Hineingeworfen in eine Welt voller Magie und Mystik, in der das Licht schwindet, begibt sich Elyjas auf eine gefährliche Suche. An seiner Seite stehen der Waise Andrûs und der Erzmagier Albwin.
Gemeinsam mit weiteren Gefährten erleben sie waghalsige Abenteuer und müssen immer wieder gegen innere Zweifel und Ängste ankämpfen, während Licht und Schatten jedes Einzelnen verwischen. Wird es ihnen gelingen, die Seelenflamme neu zu entfachen? Das Schicksal Shaendâras liegt im Glauben der Freunde an sich selbst.

Der Auftakt zu einer magischen Reise…

Taschenbuch, 380 Seiten

ISBN: 978-3741266706

 

 

Leseprobe

Er stand oben auf einem Berggipfel und sah auf die trockene Ebene, die vor ihm lag.
Unterhalb des Felsvorsprunges erhoben sich die Mauern einer Stadt, auf drei Felsstufen erbaut, mit vier kantigen Türmen, auf denen Soldaten in silberglänzenden Rüstungen patrouillierten. Auf ihrem Brustharnisch trugen sie das gleiche Wappen, deren Abbild die schweren, eisernen Tore zierte, durch die man von Süden her Einlass in die Stadt erhielt. Es war ein langschwänziger, roter Drache, Feuer speiend und mit langen Klauen.
Dieser Ort kam ihm vertraut vor. Wie konnte das sein?
In nördlicher Richtung erspähte er am Giebel eines zentralen Gebäudes eine in goldenen Lettern eingravierte Inschrift: Àit Nan Sìdh.
Kendorras, durchfuhr es ihn. Er stutzte. Woher kannte er den Namen der Stadt, und wieso glaubte er, schon hier gewesen zu sein?
Plötzlich ertönten überall Alarmglocken. Er schaute sich um. Dann sah er sie von Osten heranmarschieren.
Es waren Hunderte, die den Horizont verdunkelten, grässliche schwarze Kreaturen, ihre Körper von filzigem Fell überzogen. In ihren wulstigen Händen hielten sie Äxte und Schwerter, die sie bedrohlich in die Luft reckten. Die von dicken, eitrigen Geschwüren entstellten Gesichter waren zu grausigen Fratzen verzerrt, was ihre langen, scharfen Reißzähne entblößte. Markerschütternd dröhnte ihr Schlachtruf.
Eiskalt jagte es ihm über den Rücken. Er wollte wegrennen, doch seine Füße bewegten sich nicht. Bitte lass es aufhören, flehte er stumm. Doch es half nichts. Er wusste, was geschehen würde, wusste, dass es für die Bewohner der Stadt kein Entkommen gab. Zitternd stand er da, während die vor Mordlust rasenden Kreaturen die Mauern erreichten und in die Stadt eindrangen. Jeder kleinmütige Versuch der Wachen, den Feind zurückzudrängen, blieb erfolglos. Binnen Sekunden brannte die unterste Ebene lichterloh, und schwere dunkle Rauchschwaden hingen in der Luft, die ihm die Sicht auf das Geschehen versperrten. Er musste es nicht sehen, er hörte es. Verzweifelte Schreie drangen in seine Ohren und er presste die Hände darauf.
»Kendorras a’zuc, hahaha …«, durchströmte ihn ein grausames Lachen, kalt und gefühllos. Dann war alles still. Erneut spähte er zu der goldenen Inschrift: Àit Nan Sìdh.
Stadt des Friedens, dachte er und begann zu weinen.

 

 

Leserstimmen

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Und hier erhältst du noch einen Einblick in die Welt Shaendâra:

Die Welt Shaendâra