Inspiration zum Schreiben: Woher kommen die Ideen?

Ich schreibe Romane und werde oft gefragt, woher ich eigentlich die Inspiration zum Schreiben meiner Bücher nehme. Die ehrliche Antwort lautet: Die Idee war irgendwann einfach da.

Viele Autoren kennen das sicher. Denn oft ist es etwas ganz Banales – ein Gesprächsfetzen, den du unterschwellig aufschnappst, einen Ort, den du besuchst, etwas Flüchtiges im Fernsehen oder beim Lesen, das dich berührt und dann in dir weiterarbeitet.

Inspiration zum Schreiben liegt oft im Alltäglichen

Ich bin sicher, wenn ich zum ersten Mal bewusst erwäge, eine Geschichte zu einem bestimmten Thema zu entwickeln, hat die Idee dazu tatsächlich schon eine Zeit lang in mir gearbeitet, ohne dass ich das wahrgenommen habe. Daher fällt mir im Nachhinein schwer zu sagen, was der eine Auslöser war, der mich zum Schreiben inspiriert hat.

Die Idee zum Schreiben meiner »Flamme der Seelen«-Bücher

Brennende Kerze mit zwei Dochten - Inspiration Flamme der SeelenIch erinnere mich nicht an den einen Moment, in dem die Buchidee zur Fantasy-Reihe Flamme der Seelen entstanden ist. Als ich begonnen habe, am ersten Buch Dämmernebel zu schreiben, waren sicher schon viele unbewusste Gedanken dazu durch meinen Kopf geflossen.

Rund um Weihnachten hatte ich damals meine Eltern besucht und in ihrem Wohnzimmer entdeckte ich einen Glaszylinder mit einer großen roten Kerze. Das Glas stand auf dem Boden und als ich von oben darauf herabsah, fiel mir auf, dass die Kerze zwei Dochte besaß.

Dieses Bild hat sich mir eingeprägt: Zwei strahlende Lichter, miteinander vereint – die Seelenflamme. Ein Ort, wo die Seelen nach dem Tod gemeinsam in der Ewigkeit überdauern.

Wieder zuhause fing ich an zu schreiben, was die Flamme der Seelen sei, worin ihr Ursprung lag und so erwachte meine Romanwelt Shaendâra zum Leben, über deren Bewohner das Seelenfeuer wachte. Daneben haben mich sicher auch die Texte im Silmarillion, den Nachrichten aus Mittelerde und in die Kinder Húrins bei der Schöpfung meiner Romanwelt beeinflusst (vgl. die Ainur).

Ich denke, die Grundidee meiner Flamme der Seelen – Bücher wirkte jedoch bereits früher in mir: Ein Heranwachsender auf der Suche nach seinen Wurzeln – in dieser Geschichte nach seinem Vater, den er nie kennengelernt hat und dessen Abwesenheit mehr verbirgt, als er je hätte ahnen können. Im Nachhinein betrachtet, befand ich mich Jahre zuvor als Teenager, nach der Scheidung meiner Eltern, vielleicht selbst ein Stück weit auf der Suche nach Wurzeln, die mich hielten. Wenngleich ich persönlich anders als mein Protagonist Elyjas nie auf einen Elternteil verzichten musste.

Schreibinspiration: Von der Idee zum Buch

Die »Flamme der Seelen«-Trilogie zu schreiben, hat lange gedauert. Länger als ich erwartet oder geplant hatte. Das gilt insbesondere für den dritten Teil, bei dem ich mit einer gewaltigen Schreibblockade zu kämpfen hatte. Weniger wegen der Geschichte an sich, als mit äußeren Umständen, die mich einfach gehindert haben, meinen Schreibfluss wiederzufinden.

Zum Glück ist das Vergangenheit!

Jetzt fließen die Worte rasant auf das epische Finale zu und ich bin schon richtig aufgeregt, euch den krönenden Abschluss von Elyjas‘ und Andrûs‘ Abenteuer zu präsentieren. Das wird auf jeden Fall noch einmal ziemlich spannend.

Seid ihr schon neugierig?

Ein bisschen Geduld müsst ihr noch haben. Aber nicht mehr allzu lange – versprochen!

In Kürze verrate ich mehr. Also schaut mal wieder vorbei …

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