Inhaltsverzeichnis

Jeder Mensch ist voll von Gedanken, Überzeugungen, Ansichten und Glaubenssätzen, die er mit sich trägt. Doch woher stammt all das eigentlich? Wie entwickeln sich unsere Denkmuster und warum fällt es uns oft so schwer, sie zu verändern?

In diesem Artikel wollen wir uns unsere Glaubenssätze einmal genauer anschauen.


Bei Geburt ein leeres Gefäß

Wenn wir geboren werden, kommen wir als nahezu leeres Gefäß zur Welt. Doch da sind andere Menschen in unserem Umfeld – unsere Eltern, Großeltern und andere Bezugspersonen –, die uns liebhaben, uns beschützen und etwas beibringen wollen.

Diese Menschen »füttern« nun unser Gefäß mit IHREN jeweiligen Erfahrungen, Werten, Überzeugungen, Gedanken und Glaubenssätzen.

Und wir, weil wir auf nichts anderes zurückgreifen können, saugen all diese Meinungen, Erfahrungen und Ansichten unbewusst und ungefiltert wie ein Schwamm in uns auf, ohne sie zu hinterfragen. Unser so genannter innerer Bodyguard entwickelt sich nämlich erst ab etwa unserem dritten Lebensjahr.

Das Ergebnis: Wir entwickeln bestimmte PrägungenGlaubenssätze und Verhaltensmuster.

Glaubenssätze fließen von außen in unser Lebensgefäß

Dann kommen wir in den Kindergarten und in die Schule, wir haben Freunde und später Arbeitskollegen, wodurch immer mehr Gedanken und Überzeugungen von außen in unser Gefäß hineinfließen und es weiter füllen.

Irgendwann ist unser Lebensgefäß randvoll!

Glaubenssätze – Und plötzlich ganz anders?

Eines Tages kommt uns eine Idee und wir wollen etwas Neues ausprobieren. Das lässt sich auf jeden von uns übertragen. So haben wir Schreiberlinge vielleicht den Wunsch, ganz vom Schreiben leben zu können.

Dieses Neue wird dann zunächst mit dem Inhalt unseres Lebensgefäßes abgeglichen. Und dabei stellt sich oftmals heraus: Keine Übereinstimmung!

Wiederum auf uns Schreiberlinge übertragen, meint das zum Beispiel, dass unsere Eltern uns vielleicht gesagt haben, vom Schreiben oder von der Kunst allein könne man einfach nicht leben. Das sei bloß Tagträumerei und wir müssten stattdessen etwas ›Richtiges‹ lernen.

Das Neue erscheint uns also unbekannt und in unserem Gefäß ist dafür kein Platz mehr.

An diesem Punkt erscheint unser Bodyguard auf der Bildfläche, der eine innere Instanz darstellt, die uns vor Risiken und Gefahren bewahren und unser Überleben sichern will. Wir bekommen Selbstzweifel und reden uns ein, dass wir unser Ziel tatsächlich nicht erreichen können.

Das Problem dabei ist, dass ÜBERleben nicht viel mit einem absolut wundervollen, erfüllten und glücklichen Leben zu tun hat. Das Eine ist das Minimum, das andere das Maximum.

Der Talk mit unserem inneren Bodyguard

Für unseren Bodyguard bedeutet alles Unbekannte zuerst einmal: Gefahr!

Der Bodyguard schaltet also in den Alarmzustand und leitet Widerstand ein. Denn er möchte mit aller Kraft verhindern, dass wir die Schwelle ins Unbekannte übertreten. Vielleicht lauern dort draußen (Todes-)Gefahren und er will ja unser Überleben sichern.

Da ist es doch besser, wenn wir bleiben, wo uns alles vertraut ist …

Die Komfortzone und die Angst

Unsere Komfortzone ist der Bereich, in dem wir alles bereits kennen. Hier fühlen wir uns gut aufgehoben und sicher und pflegen unsere Gewohnheiten.

Die Komfortzone - unsere Gewohnheiten

Das Neue liegt außerhalb unserer Komfortzone und je näher wir an deren Rand treten, desto mulmiger fühlen wir uns. Denn mit jedem Schritt, der uns dichter an die Schwelle zum Unbekannten führt, wird die Stimme unseres inneren Bodyguards lauter, der ruft …

»Stop! Geh nicht weiter! Dreh wieder um und bleib bei dem, was du kennst!«

Wir bekommen Angst und Zweifel …

  • Ist die Idee wirklich so gut?
  • Sollte ich das nicht doch lieber lassen?
  • Was, wenn es schief geht?

Und plötzlich fallen uns tausende Gründe dafür ein, innerhalb unserer Komfortzone zu bleiben …

  • Ach, eigentlich ist es mir gar nicht so wichtig.
  • Ich hab‘ dafür auch eigentlich gar keine Zeit.
  • Es ist auch recht teuer.
  • Ich schaffe das bestimmt eh nicht.
  • Ich muss zuerst noch …

Unser Bodyguard meint es nur gut, denn er will uns ja beschützen. Doch seine gute Absicht bewahrt uns nicht nur vor ›echten‹ Gefahren, sondern sie verhindert auch, dass wir neue Erfahrungen machen und dadurch wachsen.

»Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und ein anderes Ergebnis zu erwarten.« — Albert Einstein

Wir müssen durch die Angst hindurch!

Denn, wenn wir den Schritt hinaus wagen, würde das Unbekannte zu etwas Bekanntem und die Grenze unserer Komfortzone würde sich erweitern.

Komfortzone verlassen - durch die Angst hindurch

Wie aber schaffen wir das? Wie können wir uns gegen unseren Bodyguard, den »Schwellenwächter«, durchsetzen?

Die Aussöhnung mit dem Bodyguard

Nun –

Schritt 1 -> Wir dürfen akzeptieren, dass unser Bodyguard überhaupt existiert und auf der Bildfläche erscheint.

Schritt 2 -> Wir dürfen lernen zu verstehen, wie seine Schutzmechanismen ablaufen.

Schritt 3 -> Wir dürfen nicht dienliche Gedanken abstreifen und unserem Bodyguard erklären, dass das Neue und Unbekannte nicht gefährlich für uns ist.

Und genau an diesem Punkt sind wir wieder beim Inhalt unseres Lebensgefäßes …

Gedanken verändern Glaubenssätze auflösenDas Lebensgefäß: Sind unsere Glaubenssätze noch aktuell?

Es wird höchste Zeit, dass wir uns einmal genau anschauen, was da so alles an Gedanken, Meinungen, Verhaltens- und Denkmustern oder Glaubenssätzen in unserem Gefäß herumdümpelt und ob all das tatsächlich für uns stimmig ist. Denn es ist doch so, dass all das, was aktuell in unserem Lebensgefäß schwimmt, uns nur genau zu dem Punkt gebracht hat, an dem wir jetzt im Leben stehen.

Will ich etwas anderes, dann brauche ich neue Glaubenssätze und Gedanken!

Das heißt, wir …

  • hinterfragen kritisch, woher der Gedanke / die Überzeugung stammt, und
  • überprüfen, ob wir sie nur von anderen (von außen) übernommen haben, und
  • werfen über Bord, was nicht zu uns gehört und was wir nicht mehr benötigen.

Auf diese Weise entsteht wieder freier Platz in unserem Gefäß und wir öffnen uns für neue Ansichten, Gedanken und Möglichkeiten.

Die 5 Stufen der Veränderung

Wenn wir in unserem Leben wirklich etwas ändern wollen, dann müssen wir dazu insgesamt fünf Stufen durchlaufen.

Lassen wir nur eine einzige Stufe weg oder überspringen sie, wird die Veränderung höchstwahrscheinlich nicht von Dauer sein und wir fallen stattdessen früher oder später in alte Gewohnheiten und Muster zurück.

Als Basis für alle fünf Stufen gilt aber zuerst, dass wir die volle Verantwortung für uns und unser Leben, so wie es jetzt gerade ist, übernehmen! Das ist sozusagen Schritt Null.

Denn solange wir die Verantwortung an andere abtreten, bleiben wir in der Opferrolle und geben stets anderen Menschen oder den äußeren Umständen die Schuld an dem, was wir erleben.

So ist keine Veränderung möglich!

Glaubenssätze verändern: So funktioniert unser GeistWie unser Geist funktioniert

Tatsächlich erschaffen wir selbst uns unsere Realität. Denn die Informationen oder Reize, die wir über unsere Sinneskanäle (sehen, hören, tasten, riechen und schmecken) aus der Umgebung aufnehmen, sind an sich erst einmal völlig neutral. Erst durch unsere Gedanken und Bewertungen, die WIR dieser Situation oder Information schenken, nehmen wir sie als positiv oder negativ wahr.

Diesen geistigen Zwischenschritt übersehen und vergessen wir jedoch meistens, weil der bewusste Teil unseres Geistes, der das Denken beinhaltet, ihn derart schnell vollzieht, dass wir es nicht bemerken. Deshalb sind wir oft der Meinung, dass eine Situation, eine Nachricht oder die Aussage unseres Gegenübers uns ärgert, frustriert, ängstigt oder traurig macht. Wir stellen einen unmittelbaren Bezug zu den äußeren Umständen her.

Doch unsere Emotionen, die sich als Gefühle ausdrücken, resultieren erst aus der Entladung unserer Gedanken.

Aus diesen Gefühlen heraus treffen wir unsere Entscheidungen und die führen letztlich zu unseren Ergebnissen.

Der Kern des Ganzen ist: Es ist meine Wahl!

Ich kann so oder anders denken und rufe dementsprechend anderes hervor.

Und wenn ich mir selbst meine Realität kreiere, dann kann ich selbst diese Realität auch wieder verändern!

Kommen wir also zurück zu den fünf Stufen. Die ersten drei haben wir bereits angesprochen:

Stufe 1: Bewusstsein

Stufe 2: Verständnis

Stufe 3: Loslassen

Dazu kommen jetzt noch:

Stufe 4: Reprogrammierung

Wir richten unseren Fokus neu aus. Vom Negativen zum Positiven. Von den Hindernissen zu den Möglichkeiten. Raus aus dem Drama und hin zur Chance!

So erzeugen wir neue positive Gedanken, die neue Emotionen erwecken, was zu anderen Entscheidungen führt und damit zu anderen Ergebnissen.

NEUER FOKUS -> NEUE GEDANKEN -> ANDERE EMOTIONEN -> ANDERE ENTSCHEIDUNGEN -> ANDERE ERGEBNISSE!

Stufe 5: TUN

Oft hört man ja »Wissen ist Macht.« Doch Wissen allein genügt nicht. Es ist das angewandte Wissen, auf das es ankommt!

Wenn ich etwas weiß, ändert sich dadurch noch überhaupt nichts. Bewusstsein und Verständnis sind unbedingt notwendig, aber nur der Anfang. Erst mein Handeln bewirkt die Veränderung!

Ich muss also in die Umsetzung kommen und das Wissen auch nutzen.

Wenn wir diese fünf Stufen vollständig durchlaufen, steht unserer Veränderung nichts mehr im Weg. Wir wandeln uns dabei von einem ereignisgesteuerten Menschen zu einem bewusst denkenden Menschen, der sich nicht länger von seinen Gedanken und Gefühlen kontrollieren lässt, sondern diese selbst steuert. Das macht den Unterschied aus, ob wir leben oder gelebt werden.

Veränderung ist für jeden möglich!

Wie sieht es also aktuell mit deinem Lebensgefäß aus? Hast du dir den Inhalt, deine Denk- und Verhaltensmuster einmal genauer angesehen?

Welche Gedanken und Glaubenssätze sind vielleicht längst überholt? Welche stammen gar nicht von dir und du hast sie eigentlich nur unbewusst übernommen, weil Mama, Papa oder jemand anderes sie dir vorgesagt hat?

Eine kleine Übung:

Liste doch einmal all deine (negativen) Glaubenssätze auf, die dir einfallen. Nimm dir Zeit dafür, manches wird dir erst bewusst, wenn du tiefer gräbst. Lies sie dir auch einmal oder mehrmals laut vor und spüre in dich hinein, was sie in dir auslösen. Und dann überlege, ob diese Sätze wirklich wahr sind? Und nimm dir auch hier wieder Zeit. Welche Argumente sprechen dafür oder dagegen?

Dann versuche, die negativen Überzeugungen in positive umzuschreiben. Ein Beispiel:

Negativ: »Ich bin nicht gut / schlau genug«

Positiv umformuliert: »Ich bin gut so wie ich bin und ich lerne jeden Tag dazu und werde mit jedem Tag besser«

Schau auch mal hier: Positive und negative Glaubenssätze erkennen mit NLP

Wenn du magst, schreib mir gerne deine Erkenntnisse und Gedanken!

So löst du Glaubenssätze auf und veränderst deine Denkmuster

Inhaltsverzeichnis

Positive Affirmationen sind eine effektive Methode, um Veränderungen in deinem Leben zu bewirken und dir ein Mindset für mehr Selbstliebe und Erfolg zu erschaffen, indem du lernst, deine Gedanken bewusst zu lenken.

Alles beginnt mit deinen Gedanken. Denn erst die Gedanken erzeugen deine Gefühle, aus denen heraus du Entscheidungen triffst, die letztlich deine Realität bestimmen.

Lies diesen Satz noch einmal!

DEINE GEDANKEN ERZEUGEN DEINE GEFÜHLE.

Jeder Emotion geht also ein Gedanke voraus.

Es ist extrem wichtig, dass du dir dessen bewusst wirst. Denn oft meinen wir, dass ein bestimmtes Ereignis oder eine Situation ein Gefühl in uns hervorruft. Aber dazwischen steht immer (!) zuerst – bewusst oder unbewusst – ein Gedanke, der das Ereignis bewertet.

Wie helfen uns nun also Affirmationen, unsere Gedanken zu verändern?

Wie können Affirmationen uns helfen?

Affirmationen sind positiv formulierte Sätze, die entweder im Stillen gesagt oder noch besser laut ausgesprochen werden. Zum Beispiel morgens vor dem Spiegel, unterwegs zur Arbeit oder abends vor dem Einschlafen. Jede dieser Aussagen – wie überhaupt jeder Gedanke, den wir jemals denken – ist Energie.

Wir selbst haben es selbst in der Hand, bewusst zu wählen, mit welchen Energien wir uns verbinden wollen. Ob wir glücklich, liebevoll und achtsam mit uns selbst sein wollen und ob wir uns auf das Schöne und Positive im Leben konzentrieren oder auf das Jammern und Nörgeln.

Mit unseren Gedanken können wir uns selbst beeinflussen. Denn egal ob wir uns auf das Positive oder das Negative fokussieren – wir werden entsprechend genau davon mehr in unser Leben ziehen. Jeder Gedanke macht dich somit entweder zu einem Meister oder zu einem Sklaven deines Lebens.

Jeder Gedanke kehrt als Realität zu dir zurück

Jeder Mensch denkt etwa 60.000 Gedanken pro Tag und aus diesen resultieren viele unserer Verhaltensmuster, ohne dass es uns bewusst ist. Trotzdem beeinflussen uns diese Gedanken und wirken als positive oder negative Verstärker.

Da unsere Gedanken sehr eng mit unseren Emotionen zusammenhängen – sie gehen wie schon gesagt jedem Gefühl voraus – können wir Affirmationen nutzen, um damit auch unsere Gefühle zu regulieren. Wir können mit ihnen negative in positive Glaubenssätze umwandeln.

Unser Gehirn arbeitet wie ein Muskel. Je öfter wir es trainieren, desto geübter und stärker wird es. Mach es daher zu deiner Gewohnheit, dir einmal täglich die Affirmationen laut oder leise zu sagen. Und mit jeder Übung werden die positiven und selbstbejahenden Sätze und Gedanken zu deiner Realität werden.

Dazu empfehle ich dir, die Affirmationen über einen Zeitraum von etwa drei bis vier Wochen mindestens einmal pro Tag zu sagen – und vor allem auch zu FÜHLEN! Dein Unterbewusstsein merkt nämlich, wenn du selbst das Gesprochene eigentlich gar nicht glaubst.

FÜHLE also beim Aussprechen der Affirmationen tief in dich hinein. Lass jede Zelle deines Körpers von deinem Gefühl durchfluten. Von der Freude, dem Glück, der Liebe …

Je öfter du die Affirmationen nutzt, desto leichter wird dir das fallen und du wirst die positive Wirkung schneller spüren.

Mehr: Affirmationen – der Weg zu Selbstvertrauen und Entwicklung

Gratis Affirmationen – Mein Geschenk für dich

Ich habe für dich meine 51 besten Affirmationen zusammengestellt, die dir helfen, deine Selbstliebe zu stärken und dich mit deinem Herzen zu verbinden.

Hier kannst du dir das PDF mit den Affirmationen downloaden.

Meine 8 kraftvollsten Affirmationen speziell für Autoren:

  • #1: Ich glaube an mich und meinen Erfolg als Schriftstellerin.
  • #2: Meine Fantasie und Kreativität sind ein Geschenk, das ich lebe und zu Papier bringe.
  • #3: Ich werde beim Schreiben vom Universum geführt.
  • #4: Ich liebe meine Kreativität und setze meine Ideen erfolgreich um.
  • #5: Mit meinen Worten schenke ich anderen Menschen Mut und Trost.
  • #6: Ich mache Menschen mit meinen Texten glücklich.
  • #7: Mein bestes Buch liegt noch vor mir.
  • #8: Ich bin eine talentierte, erfolgreiche und leidenschaftliche Autorin.

Nutze die Affirmationen täglich für dich. Häng sie dir am besten direkt über den Schreibtisch, wo du sie jederzeit sehen kannst.

51 kraftvolle Affirmationen

Du willst mehr Tipps und Ressourcen rund?

Dann melde dich für meinen Newsletter an und erhalte neueste Tipps und Informationen direkt in dein E-Mail-Postfach.

Inhaltsverzeichnis

Schon in der Antike sagte der Philosoph Epiktet: »Es sind nicht die Dinge, die uns beunruhigen, sondern die Meinungen, die wir von den Dingen haben.«

Egal ob im Privaten oder bei beruflichen Problemen: Wollen wir etwas ändern, müssen wir unsere Gedanken verändern! Denn das was wir ausstrahlen, kommt zu uns zurück. Wenn wir also positiv denken, nehmen wir automatisch mehr Positives wahr und ziehen davon mehr an.

Wir ziehen stets mehr von dem in unser Leben, dem unsere eigene Energie entspricht.

Das heißt, ob wir über eine Situation positiv denken oder negativ, ob wir das Glas als halb voll oder halb leer betrachten, hat wesentlichen Einfluss auf unsere Welt. Denn wir schaffen uns unsere Realität immer selbst durch unsere Gedanken.

Positiv denken heißt, zuversichtlich sein

Positiv denken bedeutet, dass ich meine Wahrnehmung bewusst lenke.

Von der Krise zur Chance.

Von dem, was fehlt, auf das, was schon vorhanden ist. Anstatt Mangel zu leben, blicke ich dankbar auf die Dinge, die ich erreicht habe.

Positives Denken heißt, dass ich mehr Vertrauen in meine eigenen Fähigkeiten habe und dadurch auch in die Zukunft. Ich weiß, dass ich mein Leben selbst in der Hand habe und bestimmen kann.

Das bedeutet nicht, dass niemals wieder etwas in meinem Leben schieflaufen wird. Natürlich wird es auch in Zukunft Rückschläge und Hindernisse geben. Die gehören zum Leben dazu. Der Unterschied ist, dass ich, wenn ich positiv denke, solche Hürden als Herausforderungen annehme, an denen ich wachsen kann. Auf diese Weise entwickle ich ein Growth Mindset, in dem Fehler nicht länger Angst schüren und etwas darstellen, das ich unbedingt vermeiden muss. Vielmehr werden durch positives Denken Fehler zu notwendigen und sogar unterstützenden (!) Faktoren auf dem Pfad meiner eigenen Entwicklung.

»Was wäre das für eine eintönige Reise, wenn uns niemals etwas entgegentritt und sich niemals die Richtung ändert.«

– Melanie Völker

Aber wie denke ich nun positiv?

Sich einfach zu sagen »wird schon alles gut« wird nicht ausreichen und ist auch nicht mit positivem Denken gemeint.

Oft ist in diesem Zusammenhang die Rede von Affirmationen, die du dir immer wieder aufsagen sollst. Doch nutzen solche Affirmationen nur dann, wenn du sie im Innern auch wirklich glaubst. Es geht keineswegs darum, sich Dinge einfach schönzureden. Das bedeutet, dass positives Denken realistisch bleiben muss.

6 Tipps für positives Denken

Tipp #1: Auslöser identifizieren

Was ist der Grund für meine negativen Gedanken? Wenn ich die Ursache kenne, kann ich effektiv am Umgang mit derartigen Situationen arbeiten und vermeide zudem einen sehr häufigen Denkfehler: Verallgemeinerungen.

Denn wir neigen oft dazu, gleich alles als schlecht anzusehen, wenn eine einzelne Sache in unserem Leben schiefläuft.

Tipp #2: Vergangenes loslassen

Es mag sein, dass du in der Vergangenheit schon einmal ungerecht behandelt wurdest. Doch das kannst du nicht mehr ändern. Es ist passiert. Anstatt ewig daran festzuhalten, solltest du deinen Blick nach vorne und in die Zukunft richten. Grüble weniger, warum dir das passiert ist, frage dich lieber, was du daraus lernen konntest.

»Hürden begegnen uns immer dann im Leben, wenn wir über uns selbst hinauswachsen sollen.«

– Melanie Völker

Tipp #3: Vermeide Vergleiche

Höre auf, dich zu vergleichen. Kein Mensch ist genauso wie du. Kein anderer hat exakt die gleichen Umstände, Voraussetzungen und Eigenschaften wie du sie hast. Jeder Mensch ist einzigartig. Darum macht es keinen Sinn, dich mit anderen Menschen zu vergleichen. Manch einer wird etwas erreicht haben, das du (noch) nicht erreicht hast. Es wird immer einigen besser gehen als dir. Doch es geht auch vielen schlechter. Also konzentriere dich auf dich selbst und lebe dein einzigartiges Leben.

Tipp #4: Übernimm Verantwortung

Oft ist es bequemer, sich selbst in der Opferrolle zu sehen. Nicht wir sind verantwortlich. Schuld sind unser Partner, der Chef, die Umstände etc. . Doch solange wir in der Opferrolle bleiben, geben wir die Macht über unser Leben an andere ab. Dann sind wir hilflos und frustriert.

Tatsächlich haben wir immer eine Wahl, uns zu entscheiden. Du bist unzufrieden im Job oder in der Beziehung? Dann ändere das! Was zwingt dich, da zu bleiben, wo du bist?

Wahrscheinlich fallen dir jetzt spontan jede Menge Gründe ein. Aber sind sie wirklich wahr? Oder sind sie in Wahrheit nur einfacher und bequemer?

Es ist erstaunlich, wie lange wir manchmal in unliebsamen Situationen ausharren, obwohl wir tief in uns genau wissen, dass es uns nicht guttut und wir einen anderen Weg einschlagen sollten. Wir sind wahre Meister darin, uns selbst zu sabotieren.

Lege deine Ausflüchte ab und gewinne die Kontrolle über dein Leben zurück.

Denke daran: Du hast nur dieses eine Leben und am Ende nützt es dir nichts zurückzublicken und zu sagen: Die anderen sind schuld, dass ich es nicht gelebt habe!

Tipp #5: Meide Energievampire

Es gibt sie immer wieder. Menschen, die dir sämtliche Kraftreserven regelrecht aus dem Körper ziehen, sodass du dich nach einer Zusammenkunft nur noch erschöpft und ausgepowert fühlst. Menschen, die selbst unzufrieden sind und ständig nörgeln, jammern und meckern. Und glaube mir – das ist ansteckend!

Schütze dich und meide solche Energieräuber. Schaffe dir stattdessen ein Umfeld, das dich stärkt und inspiriert.

Tipp #6: Fokussiere dich auf deine Stärken

Jeder Mensch besitzt Stärken und Schwächen. Denke nicht immer nur daran, was du nicht kannst. Dadurch blockierst du dich nur selbst. Konzentriere dich auf deine Erfolge und Fähigkeiten und baue sie weiter aus.

»Ob du denkst, du kannst es oder du kannst es nicht – du wirst in jedem Fall Recht behalten.« – Henry Ford

7 Übungen für positives Denken

Übung #1: Führe ein Dankbarkeitsjournal

Lege dir ein schönes Notizbuch zu und schreibe jeden Abend drei Dinge, für die du dankbar bist und die heute gut gelaufen sind, auf. Du wirst sehen, dass sich dein Fokus generell auf die positiven Dinge in deinem Leben verlagern wird.

Übung #2: Verändere deine Körperhaltung

Auch unsere Körperhaltung beeinflusst unsere Gedanken. Versuche einmal folgendes Selbstexperiment:

Setze dich auf einen Stuhl und nimm eine niedergeschlagene Körperhaltung ein, indem du …

  • mit dem Gesäß auf die Stuhlkante rutschst,
  • die Knie wie ein X zusammenführst und die Zehenspitzen nach innen drehst,
  • alle Muskeln erschlaffen lässt,
  • das Kinn auf die Brust fallen lässt und
  • den Oberkörper leicht nach vorne kippst.

Sprich jetzt in Gedanken (also auf kognitiver Ebene) voller Überzeugung den Satz: »Heute ist der allerbeste Tag in meinem Leben!«
Merke dir, wie dieser Satz auf dich wirkt.

Stell dich nun hin und nimm eine Körperhaltung ein, die man als Sieger- oder Power-Pose deuten könnte, indem du …

  • dich hüftbreit hinstellst und aufrichtest,
  • den Rücken gerade streckst,
  • beide Hände zu Fäusten formst und diese hochstreckst,
  • alle Muskeln anspannst,
  • tief Luft holst und
  • lächelst.

Sag dieses Mal wieder in Gedanken voller Überzeugung zu dir den Satz: »Heute ist der allerschlimmste Tag in meinem Leben!«
Merke dir erneut, wie dieser Satz auf dich wirkt.

Welche Botschaft ist für dich glaubwürdiger: die kognitive innere Botschaft (= dein Gedanke) oder die emotionale Körperhaltung?

Erkenntnis: Das, was wir denken, beeinflusst unsere Emotionen und umgekehrt. Wenn ich mir kognitiv beispielsweise vorgebe »Ich kann das!«, wirkt sich das auf meine emotionale Stimmung aus und ich gehe an anstehende Aufgaben optimistischer heran. Diese kleine Technik wird vielfach im mentalen Training angewendet.

Nimm also öfters eine Power-Pose ein. Du wirst die Energie sofort spüren!

Übung #3: Meditieren

Durch regelmäßiges Meditieren beruhigst du deinen Geist und gewinnst mehr Klarheit. Die positive Wirkung der Meditation ist längst wissenschaftlich belegt. Probiere es aus.

Empfehlen kann ich dir zum Beispiel diese Meditationen.

Übung #4: Lächle öfter

Lächeln macht dich entspannter und zufriedener. Denn beim Lächeln werden Glückshormone ausgeschüttet.

Übung #5: Gedankenstopp

Du merkst, dass negative Gedanken in dir aufkommen? Dann sage innerlich STOPP! Um die Wirkung zu unterstreichen, kannst du dir dazu auch ein rotes Stoppschild vorstellen.

Wichtig ist, dass du unmittelbar danach deine Gedanken auf etwas Schönes und Entspanntes lenkst. Denke beispielsweise an einen Strand oder eine satte grüne Wiese.

Eine Alternative wäre, dass du ein Gummiband um dein Handgelenk trägst und jedes Mal, wenn negative Gedanken in dir aufziehen, daran ziehst. Der leichte Schmerz wird deine Aufmerksamkeit sofort umlenken und die negativen Gedanken unterbrechen.

Positiv denken mit der Sedona-Technik

In diesem Zusammenhang möchte ich dir auch die Sedona-Technik mit vier einfachen Fragen vorstellen. Diese kannst du anwenden, wenn du dich gerade über etwas ärgerst oder dir Sorgen machst.

Die vier Fragen lauten:

  1. Kannst du das Gefühl in diesem Moment akzeptieren?
  2. Könntest du das Gefühl loslassen  nur für diesen Moment?
  3. Würdest du das Gefühl loslassen?
  4. Wann?

Kannst du das Gefühl in diesem Moment akzeptieren?

Es ist egal, ob du »Nein, kann ich nicht akzeptieren« oder »Ja, kann ich akzeptieren« antwortest – beides ist okay. Wichtig ist nur, dass du ehrlich zu dir selbst bist. Antworte spontan und suche nicht lange erst nach der richtigen Antwort.

Könntest du das Gefühl loslassen  nur für diesen Moment?

Spüre hier richtig in das Gefühl hinein. Was genau spürst du? Wie zeigt sich dein Stress, Ärger etc.? Fühlst du eine Enge im Hals oder Druck in der Brust?Bemerkst du, dass deine Schultern sich verspannen?

Auch bei dieser Frage spielt es keine Rolle, ob du mit Ja oder Nein antwortest. Du solltest jedoch erneut ohne langes Nachdenken antworten.

Pfiffig an dieser Frage ist, dass sie dir eine Wahlmöglichkeit bietet. Denn oft kommt es uns in Momenten des Ärgers so vor, als hätten wir diese Wahl eben nicht. Würden wir direkt aufgefordert, loszulassen, riefe das womöglich Widerstand in uns hervor. So aber werden wir indirekt dahingeführt, uns selbst klarzuwerden, dass wir entscheiden können.

Würdest du das Gefühl loslassen?

Die dritte Frage zielt auf deinen Willen ab, nicht auf dein Können. Denn oft denken wir »Ich will loslassen, aber ich kann nicht.«. Wieder wird dir deine Wahlfreiheit gezeigt und wieder kannst du mit Ja oder Nein antworten.

Wann (würdest du das Gefühl loslassen)?

Die letzte Frage zeigt dir, dass Veränderung grundsätzlich möglich ist. Es ist gleich, ob du als Antwort »Jetzt!«, »Morgen!«, »Nächste Woche!« oder »Irgendwann mal« sagst. Manchmal braucht Veränderung längere Zeit. Sei auch hier ehrlich zu dir selbst. In jedem Fall setzt es einen Impuls, dass du loslassen willst und kannst.

Die Sedona-Technik funktioniert mit Emotionen, limitierenden Glaubenssätzen und negativen Gedanken. Sie bringt dich mit dir selbst näher in Kontakt und schafft Distanz zum Problem.

Versuche es. Die eigene Erfahrung ist stets der beste Lehrer.

Übung #6: Achtsamkeit

Achtsamkeit bedeutet, dass du im jeweiligen Moment lebst. Dass du geistig anwesend bist, anstatt über Vergangenes zu brüten oder dich um die Zukunft zu sorgen.

Halte im Alltag immer mal wieder einen Moment inne und frage dich: »Was läuft hier und jetzt gerade besonders gut?«

Übung #7: Tu mehr von dem, was dir guttut

Es gibt Dinge, die dir ganz besonders Freude machen und guttun, zum Beispiel Sport machen, dich mit Freunden treffen, Lieblingsmusik hören etc. Von diesen Dingen solltest du mehr in dein Leben integrieren. Am besten machst du sie täglich.

positiv denken tipps

Inhaltsverzeichnis

Es gibt Bücher für Persönlichkeitsentwicklung, die dein Leben tatsächlich positiv beeinflussen können. Dir die Augen öffnen für Dinge, die du bisher für unmöglich gehalten hast. Bücher, in denen eine unglaubliche Power steckt, die beim Lesen geradezu mit jedem Wort in dich hineinströmt. Manchmal bewirken sie auch einfach, dass etwas, das du eigentlich längst weißt, zurück in dein Bewusstsein dringt.

Bücher bloß zu lesen, bringt natürlich nichts. Es kommt darauf an, was du aus ihnen mitnimmst. Welche Essenzen du aus den Büchern ziehst und dann auf dein eigenes Leben angewandt umsetzt.

Denn Glück und Erfolg bestehen bekanntermaßen aus drei Buchstaben: T-U-N.


Persönlichkeitsentwicklung durch Lesen


Manchmal erreichen die richtigen Bücher dich zur passenden Zeit.

Ich habe schon immer gern gelesen – querbeet und es war viel richtig Gutes und Interessantes dabei. Für manches war ich vielleicht noch nicht bereit.

In diesem Jahr bin auf einige besondere Bücher gestoßen, die mir an verschiedenen Punkten einen anderen Blickwinkel gezeigt und mir geholfen haben, mein Denken zu verändern.

In diesem Artikel möchte ich dir 18 Bücher für Persönlichkeitsentwicklung empfehlen, die Du unbedingt lesen solltest, wenn Du als Mensch wachsen möchtest.

Der Übersichtlichkeit halber habe ich sie verschiedenen Kategorien zugeordnet.

Diese Bücher für Persönlichkeitsentwicklung können dein Leben positiv verändern

Persönlichkeitsentwicklung & Spiritualität

Die vier Versprechen von Don Miguel Ruiz

Darin werden simpel und eindringlich vier Weisheiten, basierend auf den Lehren der Tolteken, beschrieben. Es handelt sich um vier Versprechen, die man mit sich selbst eingehen soll, um ein Leben in Frieden und Liebe zu führen.

Wichtigste Erkenntnis: Nimm nichts persönlich!

Gespräche mit Gott von Neal Donald Walsch

Als ich das Buch zum ersten Mal vor einigen Jahren las, habe ich etwas gebraucht, bis ich mich ganz darauf einlassen konnte. Ich spürte beim Lesen einen Widerstand in mir. Manchmal zeigt es sich eben, dass man vielleicht noch nicht für eine bestimmte Botschaft bereit ist. Jetzt, da ich es erneut in die Hand genommen habe, ist in diesem Buch für mich alles beantwortet – jede Weisheit als Grundlage des Seins und der Persönlichkeitsentwicklung.

Die Hütte: Ein Wochenende mit Gott von William P. Young

Das Buch dreht sich um die Person Mackenzie, dessen Tochter eines Tages verschwindet. In einer Schutzhütte im Wald werden letzte Spuren von ihr entdeckt. Ein Serienkiller hat sie ermordet. Vier Jahre nach dem Mord erhält Mackenzie eine Einladung von Gott an den grausamen Tatort, wo er mit Gottes Hilfe die schmerzhaften Erfahrungen heilen kann. Dieses Buch ist etwas für jeden, der gerade in schwierigen Zeiten steckt.

Kreativität, Leben & Glück

Du musst dich nicht entscheiden, wenn du tausend Träume hast von Barbara Sher

Dieses Buch musst du lesen, wenn du dich selbst als kreativen Scanner oder einen solchen in deiner Umgebung besser verstehen lernen willst! Barbara Sher gibt Tipps, wie du als Scanner dein Leben organisieren kannst und liefert dir dazu nützliche Tools.

»Fangen Sie klein an. Fangen Sie jetzt an. Fangen Sie alles an. Und scheren Sie sich nicht um das Ende.«

Café am Rande der Welt. Eine Erzählung über den Sinn des Lebens von John Strelecky

Ein wundervolles Buch, in dem viele wichtige Fragen des Lebens gefragt und auf sehr einfache Weise beantwortet werden. Du kommst nicht umhin, beim Lesen selbst über diese Fragen nachzudenken.

Wichtigste Erkenntnis: Ich soll meine Energie nicht für Dinge verschwenden, die nicht meinem »Zweck der Existenz« (ZdE) dienen.

The Big Five for Life von John Strelecky

Wie verbringst du jeden einzelnen Tag und was machst du aus deinem Leben? Dieses Buch motiviert dich, dir bewusst zu werden, was du eigentlich wirklich vom Leben willst und deinen Träumen nachzujagen.

Der Weg des Künstlers von Julia Cameron

Das Buch habe ich schon vor einigen Jahren zum ersten Mal gelesen und jetzt ist es mir wieder in die Hände gefallen.

Julia Cameron stellt ein 12-Wochen-Programm vor, um zum eigenen inneren Künstler zu finden. Dabei begleiten dich zwei Grundthemen: die Morgenseiten, die du nur für dich schreibst, und die Künstlertreffs, die du als Zeit nur mit dir selbst bzw. deinem inneren Künstler vereinbaren sollst.

Geht ja doch! von Cordula Nussbaum

Cordula Nussbaum ist die »Expertin für kreatives Zeitmanagement« und zeigt in ihrem Buch anhand von 5 Fragen, wie du mehr von dem tust, was dir wirklich wichtig ist. Sie inspiriert dazu, wieder mit dem Träumen anzufangen und dich auf den Weg zu deinem ganz persönlichen Geht ja doch-Projekt zu machen.

Persönlichkeitsentwicklung mit dem richtigen Mindset

Miracle Morning – Die Stunde, die alles verändert von Hal Elrod

Hal Elrod berichtet am eigenen Beispiel (und mittlerweile dem tausend anderer) wie eine einfache Morgenroutine das eigene Leben verändern kann. Ich war schon vorher ein Fan von Morgenroutinen. Seitdem ich das Buch gelesen habe, genieße und profitiere ich von meiner morgendlichen »Ich-Zeit« aber umso mehr!

Das Robbins Power-Prinzip: Befreie die innere Kraft von Anthony Robbins

Ein echter Klassiker unter den Büchern zur Persönlichkeitsentwicklung, in dem unglaublich viel Energie steckt. Es geht darum, dich zu verändern! Dabei bezieht sich Tony Robbins häufig auf die Techniken aus dem NLP (Neuro-Linguistisches Programmieren). Mein Appell: Lass dir Zeit beim Lesen und arbeite dieses Buch und die Übungen darin intensiv durch.

Die Macht des Unterbewusstseins von Dr. Joseph Murphy

Unser Unterbewusstsein ist viel mächtiger als wir meist annehmen. Über Erfolg oder Niederlage entscheiden oft unsere Gedanken. Murphy erklärt in diesem Buch wie wir unser Unterbewusstsein prägen und in neue Bahnen lenken können.

Business & Money Mindset

Die 7 Wege zur Effektivität – Prinzipien für persönlichen und beruflichen Erfolg  von Stephen R. Covey

Dieser Ratgeber deckt diverse Lebensbereiche ab. Stephen Covey beschreibt darin sieben Wege, die dir im beruflichen und im privaten Kontext zu mehr Effektivität verhelfen sollen. Angefangen bei den eigenen Werten und Zielen über eine proaktive Einstellung und das Setzen der richtigen Prioritäten bis hin zu einem »Win-win-Denken« in der Zusammenarbeit mit anderen Menschen. Ein Buch, das du mehrmals lesen musst, um es 100 prozentig zu verstehen, das aber in keinem Bücherregal über Persönlichkeitsentwicklung fehlen sollte.

Denk nach und werde reich: Die Erfolgsgesetze von Napoleon Hill

Hier geht es um die klassischen Dinge, wie Affirmationen, Mindset und Geld. Hill fasst zusammen, was etliche Millionäre gemeinsam haben und gibt Ansporn, wie auch wir die entsprechende innere Haltung und das Verhalten in unser Leben integrieren können. Er beschreibt anhand vieler anschaulicher Beispiele einen Weg, der jeden zum Reichtum führen kann.

Der Weg zur finanziellen Freiheit: Die erste Million von Bodo Schäfer

Dieses Buch ist ein Klassiker unter den Finanzbüchern und wurde weltweit mehrere Millionen Mal verkauft. Bodo Schäfer vermittelt die Grundlagen über finanzielle Bildung anhand vieler kleiner Beispiele aus dem Alltag und erklärt wie man Fehler im Umgang mit Geld vermeidet. Dabei geht es insbesondere um das richtige Mindset in Bezug auf Geld, ergänzt um Tipps rund um Schulden, Sparen und Anlegen. Nicht all das ist neu und an manchen Stellen wird weit ausgeholt. Die Motivation, die richtigen Stellschrauben für einen Weg zur finanziellen Freiheit zu setzen, wird durch dieses Buch aber gut vermittelt.

Gesundheit, Achtsamkeit & Körper

Jetzt! Die Kraft der Gegenwart von Eckhard Tolle

Bei diesem Buch bin ich einer Empfehlung gefolgt. Auch hier war ich beim ersten Lesen nicht bereit dafür, beim zweiten aber dann doch. Tolle beschreibt, wie viel Kraft im gegenwärtigen Moment liegt und dass NUR dieser Moment Bestand hat. Denn Vergangenheit und Zukunft sind Konstrukte unseres Verstandes, die uns enorm Energie kosten, indem wir uns mit Dingen beschäftigen, die entweder vorbei und somit nicht mehr zu ändern sind oder weil wir uns um etwas sorgen, das (noch) gar nicht eingetreten ist.

Wichtigste Erkenntnis: Glücklich und erfüllt leben kannst du nur im Jetzt.

Hochsensibel durch den Alltag von Jeannette Zeuner

Ich weiß schon länger, dass ich hochsensibel bin, weshalb ich mich bereits intensiv damit beschäftigt und auch einige Bücher zu diesem Thema gelesen habe. Das Buch von Jeannette Zeuner kann ich dir in jedem Fall empfehlen. Es enthält viele Tipps und verschafft nochmals neue Anregungen, wie du als hochsensibler Mensch im Alltag besser zurechtkommst und nicht in den Overload gerätst.

Die Lebensprinzipien von Rüdiger Dahlke – Persönlichkeitsentwicklung universell

Dahlke stellt in diesem Buch die 12 Ur- oder Lebensprinzipien mitsamt ihren je 7 Entwicklungsstufen vor und gibt Tipps zur Nutzung dieser Prinzipien im Alltag.

»Wer lernt, die zwölf Lebensprinzipien in allem zu sehen und so das Wesen der Geschehnisse zu erkennen, vermag sich besser zu verstehen. Es gelingt ihm, Ereignisse zuzuordnen und zu durchschauen.«

Bücher , die dein Leben verändern – Einfach inspirierend …

Was ich vom Leben gelernt habe von Oprah Winfrey

»Eins weiß ich genau: Ihre Reise beginnt jeden Tag aufs Neue mit der Entscheidung aufzustehen, rauszugehen und das Leben zu genießen.«

In diesem Buch schreibt die erfolgreiche Talkshow-Moderatorin ihre ergreifende Lebensgeschichte nieder und schafft es damit, anderen Mut zu machen und die Weisheiten ihres Lebens zu verbreiten. Darum will ich hier noch ein paar Zitate teilen:

»Jeder Tag bietet die Gelegenheit, tief Luft zu holen, die Schuhe in die Ecke zu feuern und einfach loszutanzen – ohne Reue zu leben, mit so viel Freude, Spaß und Lachen, wie man nur verkraften kann. Man kann mutig auf der Bühne des Lebens Walzer tanzen und seiner inneren Stimme vertauen, die einem in die richtige Richtung leitet, oder sich eingeschüchtert in eine Ecke zurückziehen, wo Ängste und Selbstzweifel lauern.«

»Ein Beben übersteht man nur, indem man seine Position verändert. Den Stürmen des Lebens kann man nicht entgehen, die bringt unser Dasein so mit sich. Doch meiner Überzeugung nach sind sie immer auch ein Geschenk, weil sie uns immer zwingen, durch einen Schritt nach rechts oder links unser Gleichgewicht neu auszutarieren. Kämpfen Sie nicht gegen solche Erfahrungen an, sondern lassen Sie sich von Ihnen dazu bringen, Ihren Stand wieder zu festigen.«

»Dankbarkeit kann jede erdenkliche Lage verändern. Sie verändert die Stimmung, verwandelt negative in positive Energie. In einem bin ich ganz sicher: Es ist die schnellste und wirksamste Methode, um einen Wandel in seinem Leben herbeizuführen.«

»Die einzig wahre Macht entspringt einer authentischen Persönlichkeit, aus der ihre Bestimmung spricht. Wenn jemand diese Art glaubwürdiger und überzeugender ausstrahlt, dann ist sie unwiderstehlich, inspirierend, erhebend.«

Diese Bücher stehen als nächstes auf meiner to-read-Liste:

  • Eine neue Erde von Eckhard Tolle
  • Gesund durch Meditation – Das große Buch der Selbstheilung mit MBSR von Jon Kabat-Zinn
  • Der Alchimist von Paul Coelho
  • Rich Dad Poor Dad: Was die Reichen ihren Kindern über Geld beibringen von Robert T. T. Kiyosaki

Jetzt bist Du dran!

Schnapp dir doch gleich mal eins der genannten Bücher und gib dir damit einen ordentlichen Motivationsschub in Richtung deiner persönlichen Ziele und Vorhaben!

Na, welches hast du dir ausgesucht?

Kennst du noch weitere wertvolle Bücher, die unbedingt mit auf diese Liste müssen? Oder hast Du vielleicht schon eins der genannten Bücher gelesen? Wie fandest du es? Ab damit in die Kommentare!

Ich freue mich, von dir zu lesen.

PS: Mehr Tipps für deine Persönlichkeitsentwicklung schau in meinen Beitrag Erfolgreich werden: 30+2 Tipps für deine Zielerreichung.

Bücher für Persönlichkeitsentwicklung - Meine Top 18 Empfehlungen

Wenn du nur einen einzigen Tipp von mir befolgen willst, dann diesen: Journaling! Fang an, ein Erfolgs- und Dankbarkeitsjournal zu schreiben.

Och nee!, denkst du? Jetzt sollst du, bei allem, was du ohnehin schon zu tun hast, auch noch Zeit zum Schreiben finden. Und was soll das überhaupt bringen – Journaling? Bloß noch eine zusätzliche Pflicht, die dir Zeit raubt. Doch glaube mir, es lohnt sich wirklich! Denn es ist eine Investition in deine persönliche Weiterentwicklung.

Mit Journaling zu mehr Glück & Erfolg

Ein Erfolgsjournal ist erst mal nur ein Notizbuch oder Heft, in das du hineinschreibst, wie in ein Tagebuch. Es bewirkt an sich nichts, bleibt nur ein Dekorationsstück in deinem Bücherregal.

Du selbst bist es, der die Veränderung bewirkt, indem du das Erfolgsjournal nutzt. Jeden Tag! Du benötigst dafür nur fünf Minuten am Abend. Das sollte dir dein Leben doch wert sein, oder?

Ich selbst habe schon vor längerer Zeit damit begonnen, ein solches Erfolgs- und Dankbarkeitsjournal zu führen und schnell gespürt, welche Kraft und Energie das freisetzt. Nicht gleich am ersten Tag und auch nicht am zweiten, aber es passiert, wenn du regelmäßig Journaling betreibst.

Trotzdem muss ich eingestehen, dass ich es beim ersten Anlauf letztlich nicht durchgehalten habe. Aus täglich wurde jeder zweite oder dritte Abend, dann alle paar Wochen mal und schließlich gar nicht mehr. Zeitglich dachte ich die ganze Zeit über, dass ich unbedingt wieder mit dem Journaling anfangen will. Aber … tja … oft hieß es am Ende »Ach, dann halt morgen wieder.«

Das Journaling war noch nicht zu meiner Gewohnheit geworden.

Neue Gewohnheiten schaffen

»Die Gewohnheit ist ein Seil. Wir weben jeden Tag einen Faden, und schließlich können wir es nicht mehr zerreißen.«

Thomas Mann

Bis wir eine neue Gewohnheit verinnerlicht haben, benötigt es rund 66 Tage, in denen wir drei unterschiedliche Phasen durchlaufen.

  1. Veränderung
  2. Widerstand
  3. Etablierung

Zu Beginn sind wir meist hoch motiviert. Dann fällt es uns nicht schwer, ein neues Verhalten auszuüben. Nach etwa zehn Tagen setzt jedoch Widerstand in uns ein. Hier ist die Gefahr groß, wieder in alte Muster zurückzufallen. Zwar spüren wir vielleicht bereits positive Effekte und wissen insgeheim, dass wir durchhalten sollten. Dennoch knicken wir in dieser Phase oft ein und geben auf.

Schaffen wir es, unseren inneren Schweinehund zu überwinden und die zweite Phase durchzustehen, setzt schließlich die Etablierung der neuen Gewohnheit ein. Wir müssen nicht mehr täglich daran denken, dass wir ja heute noch »diese Sache« erledigen müssen. Vielmehr haben wir das neue Verhalten, hier das Journaling, fest in unseren Alltag integriert. Es wird für uns so normal wie beispielsweise das Zähneputzen.

Journaling heißt, achtsam werden …

Inzwischen schreibe ich wieder täglich in mein Erfolgs- und Dankbarkeitsjournal. An jedem einzelnen Abend, egal wie müde ich bin. Diese fünf oder manchmal auch zehn Minuten gehören mir!

Ich beantworte mir zum Beispiel folgende Fragen:

Was ist am heutigen Tag Gutes passiert?

Irgendetwas Positives gibt es immer. Wenn du dich darauf ausrichtest, wirst du auf Dauer auch mehr Positives wahrnehmen und anziehen.

Wofür bin ich heute dankbar?

Meist nehmen wir vieles als selbstverständlich hin. Insbesondere wenn es derzeit mal nicht so rund in unserem Leben läuft, sehen wir oft nicht, was uns eigentlich an jedem Tag geschenkt wird. Sei dankbar, dass du lebst, wenn du gesund bist, genug zu essen und ein Dach über dem Kopf hast. Dann bist du in Wahrheit schon sehr reich.

Was sind meine heutigen Erfolge?

Das muss gar nichts Großes sein. Auch kleine Dinge sind wichtig. Hast du zum Beispiel den Hausputz erledigt, frisch gekocht, Sport getrieben oder endlich die Steuererklärung abgeschlossen? Vielleicht ist dein Erfolg ja auch, dass du heute ins Erfolgsjournal geschrieben hast

Was habe ich heute gelernt?

Auch hier findet sich bestimmt etwas.

Was war mein heutiger Glücksmoment?

Hast dir zum Beispiel jemand ein besonderes Kompliment gemacht? Oder hast du dir einfach selbst etwas Gutes getan, wie ein schönes Entspannungsbad oder eine Tasse heißen Kakao oder hast du vielleicht gemütlich auf dem Sofa ein inspirierendes Buch gelesen?

Woraus schöpfe ich Energie? Was motiviert mich? Was sind meine persönlichen Werte?

Bei diesen Fragen musst du gleich noch etwas tiefer gehen und dich wirklich mit dir selbst auseinandersetzen. Lass dich darauf ein und sei gespannt, was du dabei über dich selbst erfährst.

Ebenso stelle ich die Frage:

Was lief heute nicht so gut? Und wie kann ich es ändern, damit es beim nächsten Mal besser wird?

Natürlich kannst du eigene Fragen ergänzen. Und keine Angst, wenn du zunächst nicht weißt, was du schreiben sollst. Je öfter du dir diese Fragen stellst, desto mehr wird dir einfallen.

Ich bin sicher, auch du wirst die Macht des Journalings für dich entdecken, wenn du damit anfängst. Lege dir das Journal einfach neben dein Bett oder stell dir für den Abend einen Wecker, damit du es nicht vergisst.

Das Journaling wird dich verändern. Dein Mindset verändern und deinen Fokus positiv ausrichten. Es kann dir helfen, festgefahrene Denkweisen aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten und Denkblockaden aufzulösen. Versuche es doch einfach mal!

Ich würde mich über dein Feedback und deine Erfahrungen freuen.

Journaling für mehr Glück und Erfolg - Die Kraft des Schreibens

Inhaltsverzeichnis

Eine Morgenroutine hilft dir, den Tag bewusst zu starten. Als Autorin, die wie viele andere Schreibgefährten ihre Bücher neben einem Vollzeitjob schreibt, ist solch eine Routine durchaus nützlich. Zwar gibt es Tage, an denen es nicht immer leicht ist, noch früher aufzustehen (mein Wecker klingelt inzwischen um halb fünf!). Aber es geht nicht nur ums frühe Aufstehen und Kaffee trinken (den ich allerdings unbedingt morgens benötige!!!).

Meine Morgenroutine hilft mir, mich selbst besser zu organisieren. Sie unterstützt mein Zeitmanagement, in welchem ich mich früher oft verzettelt habe.

Wie du mit Hilfe einer Morgenroutine das beste aus deinem Tag rausholst, das erzähle ich dir in diesem Artikel. Egal ob du selbst nebenberuflich Autor:in bist und oft nur am Wochenende an deinem Buch arbeiten kannst oder unter der Woche noch bevor zu zu deinem Brotjob gehst. Oder ob du aus anderen Gründen etwas ändern willst, um bewusster und energiegeladener deinen Tag zu beginnen …

Schau dir meine Tipps an und lass dich inspirieren. Probiere es aus und pass es für dich persönlich an, so wie es sich gut für dich anfühlt.

So startet meine Morgenroutine

Morgenroutine #1 Früh aufstehen

Mein Wecker klingelt um 04:30 Uhr. Tatsächlich werde ich meist schon gegen vier wach – das ist (inzwischen) meine innere Uhr – und sicher sind auch meine beiden Stubentiger beteiligt, die dann lautstark ihr Frühstück einfordern (jemand könnte behaupten, ich hätte sie schlecht erzogen … hm … tja, schuldig ?). Ich finde es aber nicht schlimm. Das Gefühl, so früh auf den Beinen zu sein, gibt mir einen enormen Energie- und Motivationsschub!

Morgenroutine #2 Flüssigkeit ausgleichen

Als erstes nach dem Aufstehen trinke ich ein großes Glas Wasser. Denn es ist unglaublich wichtig, ausreichend zu trinken. Vor allem gleich morgens, weil dein Körper nachts durch Schwitzen und Atmen etwa 250 bis 400 ml Wasser verliert. Wenn ich tagsüber zu wenig trinke, bekomme ich außerdem ganz schnell Kopfschmerzen. Und das will ich mal gar nicht!

Morgenroutine #3 Kurzes Workout

Ich powere mich hier keineswegs völlig aus. Aber ich habe mir angewöhnt, einige Minuten lang durch Bewegung den Körper anzukurbeln. Das heißt für mich meist ein paar Hampelmänner und 20 Liegestütze. Zum Runterkühlen gehe ich anschließend auf den Balkon und atme einmal tief die frische Morgenluft ein und wieder aus.

Danach geht es ins Badezimmer, in Ruhe duschen, Zähne putzen usw.

Morgenroutine #4 Loslegen!

Bereits am Abend zuvor gehe ich im Kopf durch, welche Aufgaben am nächsten Tag anstehen. Dann versuche ich morgens so viel wie möglich zu erledigen. Denn wenn ich am Nachmittag aus dem Büro komme, ist meist erst mal die Luft raus und meine Motivation, vor allem aber meine Konzentration schwindet. Manchmal nutze ich die Zeit am Morgen, um an meinem Buch weiterzuschreiben. Manchmal arbeite ich auch an neuen Blogartikeln, kümmere mich um Social Media oder organisiere einfach meine Projekte.

Am Abend setze ich mich dann oft erneut hin und beschäftige mich mit den Aufgaben, die nicht so wichtig sind und die ich auch mal erledigen kann, während im Hintergrund der Fernseher läuft. Und ich schreibe täglich in mein Dankbarkeitstagebuch.

Welche Zeit am Tag für dich am produktivsten ist, musst du für dich selbst austesten. Ich pflege sowohl meine Morgenroutine als auch Abendroutine, nur eben mit unterschiedlichen Schwerpunkten.

Morgenroutine #5 Frühstück

Ein gesundes Frühstück gehört einfach zu jeder Morgenroutine.

Sehr lange Zeit bestand mein Frühstück morgens, bevor ich ins Büro ging, nur aus zwei Tassen Kaffee. Im Laufe des Vormittags habe ich dann oft einen Joghurt und Obst hinterhergeschoben. Bis nach Feierabend musste das dann oft reichen, da ich in der Mittagspause meist irgendetwas zu erledigen hatte und keine Zeit zum Essen übrigblieb.

Inzwischen bin ich klüger! Denn mein Körper gab mir deutliche Signale, dass ihm das zu wenig war – mit Magenknurren so gegen halb elf und Heißhungerattacken auf Süßes am Nachmittag. Leider habe ich diese Anzeichen eine ganze Weile ignoriert.

Jetzt frühstücke ich jeden Morgen, sogar am Wochenende, wo es früher bis mittags meist nur beim Kaffee blieb. (Nachtrag: Seitdem ich die Traditionelle Chinesische Medizin und 5-Elemente-Lehre für mich entdeckt habe, frühstücke ich außerdem stets warm! (Buchtipp: TCM – Eine Einführung in die Ernährung nach den 5 Elementen).

Unter der Woche gibt es meist Porridge – nicht jedermanns Sache, meine aber schon. Und ich pimpe das Ganze abwechselnd mit Nüssen und Mandeln, Mandelmus, Kokosflocken, Vanille, Zimt und wechselndem Obst wie Beeren, Äpfeln oder Banane. Als Alternativen lassen sich auch Grieß, Polenta, Reis oder Couscous verwenden, in Pflanzenmilch aufgekocht.

Morgenroutine #6 Inspiration

Ich liebe Podcasts! Manchmal schon beim Frühstücken oder auf dem Weg zur Arbeit schalte ich einen meiner Lieblingspodcasts ein (du kannst stattdessen auch deine Lieblingsmusik hören). Podcasts zu hören, steigert nicht nur mein Wissen, sondern schenkt mir auch zusätzliche Motivation für den Tag.

Morgenroutine: 6 Schritte für deinen erfolgreichen Start in den Tag

Wie ich so organisiert sein kann?

Die Wahrheit ist, das bin ich gar nicht. Ich bin ein absoluter kreativer Chaot! Ich habe nur für mich persönlich einen Weg entdeckt, wie ich mein Chaos besser planen und in etwas Produktives verwandeln kann.

Ob das auch für dich funktioniert? Das musst du selbst austesten.

Du willst mehr Tipps zu Motivation und Erfolg? Dann lies auch diese Beiträge:

Wie können wir eine Krise als Chance für unser persönliches Weiterkommen im Leben nutzen? Was können wir aus ihr lernen?

Jeder Mensch kann irgendwann in seinem Leben in eine persönliche Krise geraten. Darin auch eine Möglichkeit zur Entwicklung zu erkennen, fällt uns anfangs schwer, wenn nicht gar unmöglich. Denn es fühlt sich einfach nur total mies an und wir wissen oft nicht, was wir tun sollen, um wieder aus diesem Tief herauszukommen.

Wir alle haben Wünsche, Träume und Bedürfnisse. Wir sehnen uns, in unserem Tun einen Sinn zu erkennen. Denn ohne Sinn sinkt unsere Motivation immer weiter, bis unser inneres Feuer erlischt.

Wie können wir eine solche Krise also positiv für uns nutzen?

Kein Wachstum ohne Krise

Niemand ist generell davor sicher, in eine Lebenskrise zu geraten. Die meisten Menschen erleben das irgendwann einmal im Laufe ihres Lebens (obwohl es manche vielleicht nie eingestehen würden) und es gibt auch kein Allheilmittel dagegen.

Aber mal ehrlich: Vielleicht, wenn du an vergangene Situationen zurückdenkst, die dir in jenem Augenblick wirklich schlimm erschienen sind und in denen du kraft- und mutlos warst … Bist du heute nicht innerlich stärker als damals? Hast du dich nicht gerade aufgrund dieser Umstände in deinem Leben weiterentwickelt und bist daran gewachsen?

Jede Krise bietet dir die Möglichkeit, dich selbst besser kennenzulernen, deine aktuellen Lebensumstände zu prüfen und dann zu verändern, was nicht mehr zu dir passt. Die Chance, persönlich zu wachsen, deine bisherigen Grenzen auszuweiten und dein vorübergehendes Down in ein strahlendes Rise Up zu verwandeln.

Das Problem daran mag sein, dass wir leider oft erst im Nachhinein eine Krise als Chance bewerten. Deshalb machen wir es uns zunächst selbst meist noch schwerer.

Dazu will ich dir etwas erzählen …

Die kleine Geschichte von Drakys


Es war einmal ein alter Drache namens Drakys. Sein Feuer loderte kraftvoll und grell wie die Sonne und wo andere nach Wärme suchten, hatte der Drache sie ihnen geschenkt.

In diesen Tagen brannte Drakys’ Feuer immer schwächer und das Züngeln seines Rachens verglühte in bleichem Rauch, noch während er es entfachte. Sein massiger Rumpf, einst glänzend geschuppt wie leckende Flammen, ergraute und seine einstige Kraft strömte wie Schweiß aus seinem ermattenden Körper. Ich habe gebrannt. Gebrannt, warm und hell, zur Hoffnung und Freude, gegen Kälte und Einsamkeit, für Freunde und Fremde, für alle anderen. Nun bin ich müde und geschwächt und es bleibt kein Feuer für mich, grämte er sich. Krise als Chance erkennen: Die kleine Geschichte vom Drachen Drakys (Melanie Völker)

Schlaff und träge schleppte Drakys seinen schweren Körper, den er einst leicht und mühelos hochgestemmt hatte, zum Drachenältesten, um Rat zu erbitten.

»Dein Leib ist matt und stumpf und deinen Augen fehlt ihr früheres Leuchten«, beäugte dieser ihn. »Lange und heiß hast du dein Feuer verschenkt, ohne dich zu schonen, und nicht darauf geachtet hast du, es einzuteilen. Jetzt scheint deine Hitze verloren.«
»Wo finde ich es wieder?«, fragte Drakys schweren Herzens. »Sag es mir, bitte. In den siedenden Quellen von Tandrya?«
»Nein. Die Hitze der dortigen Quellen schießt als flüchtiger Funken empor. Sie würde dich verbrühen.«
»Dann womöglich im Tal der wehenden Sonne?«
»Auch dort nicht. Denn jene Wärme schwebt dicht und langsam. Sie würde deine letzte Kraft erdrücken«, verneinte der Älteste.
»Aber vielleicht mag der Wind in Sandria mein Feuer entzünden.«
Wieder schüttelte der alte Drache den Kopf. »Zu wild und unbeständig wirbelt jenes Wehen. Denn es bläst aus verschiedenen Richtungen und lässt dich flattern. Es hält dich fest, ohne dass du jemals vorwärtskommst. Es würde dich zerreißen und deinen letzten Funken entzweien.«
Da fiel dem erschöpften Drakys nichts weiter ein.
»Um dein Feuer zu entfachen, suche zuerst dein Wasser«, riet der Drachenälteste.
»Das Wasser?«, wunderte Drakys sich. »Wie mag Wasser einen Brand entzünden?«
»Wie ein einzelner Regentropfen erdrückende Dürre in wohlige Wärme wandelt.«
Drakys seufzte schlapp. »Also gut. Ich will zur Sturmküste im Osten reisen, obwohl meine Kraft kaum für solch einen Flug reicht.«
»Erspare dir den weiten Weg. Das Meer schäumt stetig und seine Wogen schnalzen hart wie Peitschenschläge ans Ufer, dass sie jede Flamme löschen. Wo du es blickst, verzerrt es dein Wesen. Das Wasser, das du suchen sollst, ruht glatt wie ein Spiegel. Ein Schluck daraus mag deine Hitze wiederbringen. So gilt es für alle Zeiten. Das Feuer, das verbrennt, wird vom Wasser geheilt.«

Da verstand Drakys, dass er seine Flammen zu oft und zu eifrig hatte schwelen lassen, ähnlich einer Suppe, die bei zu viel Hitze überkocht.
Er begab sich auf die Suche und entdeckte ein einsames Tal. Darin perlte ein Bergsee, dessen Haut von keinem Windzug verwischt wurde. Am Ufer legte Drakys sich nieder. Niemand bat ihn dort um Feuer und er beobachtete eine Weile sein eigenes fahles Antlitz an der glatten Wasseroberfläche.

Eines Morgens spürte er, wie der Funken in seinen müden Körper zurückkehrte. Bald darauf schwang sich Drakys empor. Er glänzte wieder und fühlte sich stark. Und er freute sich darauf, neues Feuer zu schenken.

Na, wie gefällt dir die Geschichte von Drakys? Kommt sie dir ein bisschen bekannt vor?

Ich selbst habe mich in letzter Zeit ziemlich oft so gefühlt – erschöpft, überreizt, ausgebrannt. Ich wollte so viel tun, hatte Pläne und Ideen. Aber ich kam einfach nicht ins Tun. Mir fehlte die Kraft. Die Richtung. Der Flamme.

In den vergangenen Monaten schwand mein inneres Feuer immer weiter. Anfangs war es mir vielleicht gar nicht bewusst und als ich es merkte, versuchte ich es lange zu ignorieren. Einfach weitermachen!, dachte ich. Ich muss es nur durch einen kräftigen Funken wieder anfachen. Aber wie der Drachenälteste auch Drakys erklärt, wirkt solch ein Funken nur flüchtig. Du findest ihn und verlierst ihn wieder.

Ich ärgerte mich, war frustriert. Wenn ich imstande war, mich so sehr zu begeistern, musste ich das doch aufrechterhalten können. All das, was ich so gerne tat, was mir Freude bereitete – warum war ich unfähig, es einfach zu machen?

Also trieb ich mich noch stärker an, nahm mir noch mehr vor und scheiterte am Druck, den ich mir selbst aufbaute. Habe ich diese Krise als Chance erkannt? Zum damaligen Zeitpunkt sicher nicht! Ich wusste weder, wo ich stand, noch wo ich hinwollte.

Statt Krise als Chance … auf dem Weg ins Burnout

Das Jahr 2018 war mein absolutes Down. Nachdem ich monatelang missachtet hatte, was mir gut tut, hatte ich meinen persönlichen Tiefpunkt erreicht. Nervlich am Ende und auch körperlich zeigten sich deutliche Auswirkungen. Ich zog mich immer mehr zurück, fand aber trotzdem keine Erholung. Von einem Krise als Chance war ich ewig weit entfernt! So konnte es nicht weitergehen! Es musste sich etwas ändern.

ICH musste mich ändern!

Die Erkenntnis, das du selbst, das einzige bist, worauf du wirklich Einfluss hast, ist ein wichtiger Anfang. Natürlich hören wir das immer wieder, aber verinnerlichen wir es tatsächlich genug, um genau diese Veränderung in uns selbst herbeizuführen? Und wissen wir, wie wir das überhaupt anstellen sollen?

Ich wusste es nicht.

Veränderungen benötigen Zeit, hört man immer wieder. Die einen reden davon, es bräuchte 21 Tage, um neue Gewohnheiten zu manifestieren, andere behaupten 66 Tage und wieder andere wie viel auch immer. In jedem Fall funktioniert es kaum von heute auf morgen. Aber zumindest erst mal anfangen, oder?

Zeit war etwas, wovon ich gefühlt – wie wohl die meisten – ohnehin nie genug habe. Und obendrein: Ich lag am Boden und wollte dort nicht länger bleiben! Keine 21 Tage, erst recht nicht 66! So lange, glaubte ich, würde ich wahrscheinlich auch nicht mehr durchhalten!

Du merkst es?

Ich baute schon wieder Druck auf.

Schlechte Idee.

Viel Elan, kein Plan!

Was folgte, war eine wilde Flatterei ohne Ziel.

Ich verfiel in blinden Aktionismus. Hauptsache, irgendwas anders machen. Aus der Komfortzone ausbrechen. Neue Erfahrungen erleben, meine Inspiration wiederfinden – ich hatte zwischenzeitlich lange das Gefühl, sämtliche Fähigkeit zu kreativem Denken wäre mir abhanden gekommen. Keine neuen Ideen mehr, keine Geschichten, kein Schreiben!

Aber auch hier suchte ich die Lösung im Außen. Ich beschäftigte mich pausenlos, lief hierhin und dorthin, »sammelte« alle möglichen Aktivitäten, schritt erst in die eine, dann in die andere Richtung. Schließlich gab es so vieles, das mich interessierte und das ich schon immer mal ausprobieren wollte.

Das Resultat: Es zerriss mich, bis ich aufgab!

Ich kam mir vor, als schwämme ich im Ozean, ohne zu wissen, in welcher Richtung das Ufer existierte. Und so trieb ich im Kreis, anstatt vorwärtszukommen. Anstatt meine Krise als Chance zu nutzen, verschärfte ich sie immer mehr!

Krise als Chance – Der Wandel beginnt …

Ich bin nicht sicher, an welchem Punkt ich mich letztlich besann. Nur dass ich es zum Glück (!) irgendwann tat.

Zuerst habe ich mal ordentlich entrümpelt und ausgemistet. Meine Wohnung, meine flatternden Freizeitaktivitäten, meinen Geist.

Aus meiner Küche sind sämtliche (naja … fast) ungesunden Nahrungsmittel rausgeflogen: allem voran Cola !!!, Zucker, TK-Fertiggerichte, Süßkram. Ich achte mehr auf meine Ernährung (was nicht heißt, dass ich mir nicht auch mal was Ungesundes gönne, weil’s einfach schmeckt ;-) ) und powere mich 3x in der Woche beim Sport aus. Die körperlichen Symptome, die durch den Raubbau an mir entstanden waren, sind wieder verschwunden. Ich fühle mich fitter. Mein Kleiderschrank platzt nicht mehr auseinander. Alles, das ich seit einem Jahr nicht getragen habe oder das ohnehin nicht mehr ganz so passte, sortierte ich aus. CDs, DVDs und auch ein paar Bücher, die sich mittlerweile schon in dritter Reihe stapelten, mussten weichen. Sämtliche Aktenordner wurden entmistet – ich mag echt kein Papier mehr schreddern! – und die Regale vom ganzen Nippes befreit, der sich über die Jahre angesammelt hat und dort als Staubfänger diente. Zum Schluss habe ich mir meine Notizbücher vorgenommen und all die Textschnipsel, Kritzeleien und Skizzen den zugehörigen Projekten zugeordnet.

All das tat richtig gut und zum ersten Mal nahm ich tatsächlich diese Krise als Chance wahr.

Krisen als Chance erkennen: Starte dein Wachstum!

Der Blick ins glatte Wasser

Mein Fokus richtet sich nach innen, auf die Arbeit an mir. Ich reflektiere noch mehr als vorher – manchmal vielleicht auch zu viel – und habe mich intensiv in Büchern (dazu wird noch ein separater Artikel folgen – Nachtrag 05.01.20: 18 Bücher, die dein Leben verändern können) und Workshops mit persönlicher Entwicklung, Zielfokussierung und Lebenserfolg auseinandergesetzt. (Wenn du dich mit persönlichem Wachstum und Erfolg beschäftigst, stößt du u. a. früher oder später unweigerlich auf Greator – früher GEDANKENtanken –, was ich dir wirklich ans Herz legen kann. Ich habe dort schon manche neue Impulse und Inspiration erlangt.)

Ich behaupte nicht, das alles bereits wieder völlig rund läuft. Aber mein Ziel ist klarer, meine Richtung stimmt wieder und ich komme vorwärts. Am Rest arbeite ich weiter, ein Schritt nach dem anderen. Es bleibt ein andauernder Prozess.

Am Wichtigsten ist, dass ich mich selbst wiedergefunden habe.

»Mitten im Draußen traf ich auf mich, dahockend und abwartend,

als hätte ich mich verloren.

Ich nahm mich an die Hand und wir gingen zu zweit,

wieder vereint.«

Hast du selbst schon einmal eine persönliche Krise als Chance für dich nutzen können? Wie hast du das gemeistert?

Vielleicht magst du mir davon erzählen. Dann schreib mir gern.

Du meinst, du wärst irgendwie anders? Super! Dann gehst du wenigstens nicht in der Masse unter. Was heißt überhaupt hochsensibel, überempfindlich, zu anfällig … Gehen wir der Sache doch mal auf den Grund …

Hast du vielleicht schon öfter das Gefühl gehabt, dass du mehr Ruhe brauchst als andere? Kennst du das Bedürfnis, Nein zu sagen, weil du dich erschöpft fühlst, aber aus schlechtem Gewissen heraus doch Ja sagst?

Ich selbst kenne das nur allzu gut. Mit dem Ergebnis, dass ich mich häufig total mies gelaunt bei Dingen wiederfand, die mir eigentlich Spaß machen (sollten). Hochsensibel? Darauf stieß ich erst Jahre später.

Hochsensibel – Gabe oder Fluch?

Jetzt, da ich mich als hochsensiblen Menschen besser verstehe, kann ich auch akzeptieren, dass ich eben mehr Pausen und Auszeiten benötige als der Durchschnittsmensch, um meine Akkus wieder aufzuladen.

Ich reagiere auf vieles empfindlich – Licht, Lärm, Gerüche, Stimmungen – und ich ertrage manche Menschen nur »dosiert«, bevor ich mich zurückziehen muss. Das ist nicht böse gemeint, es gibt eben Menschen, bei denen ich beim Zusammensein eher Energie verliere anstatt sie aufzutanken.

Partys sind für mich ein absoluter Graus, weil zu viele Geräusche zeitgleich auf mich eintrommeln: Reden, Lachen, Geschirrklappern, Musik aus dem CD-Spieler usw. Es heisst, Katzen hören Geräusche um die dreihundert mal intensiver als der Mensch. So komme ich mir manchmal auch vor. Dann fühlt es sich an, als ob mir der Kopf platzt und ich verabschiede mich vorzeitig – früher oft mit irgendeiner Ausrede, da ich nicht wusste, wie ich es erklären sollte. Solche Veranstaltungen saugen mich regelrecht leer!

Ich gehe gerne raus, treffe mich mit Freunden, unternehme etwas. Doch meine persönliche Grenze an ertragbaren Wochenterminen liegt offenbar niedriger als bei anderen. Nach einem 9-Stunden-Arbeitstag brauche ich erst mal Zeit für mich.

Klar – wer nicht?, wendest du jetzt vielleicht ein. Geht doch jedem so. Aber falls du selbst hochsensibel bist, kennst du das vielleicht von dir.

HSPler ticken einfach ein bisschen anders. Da kann ein simpler Anruf von lieben Menschen, mit denen ich sonst fröhlich plaudere, oder eine Verabredung mit Freunden in jenen Momenten schlagartig zu viel für mich werden. Und nein! In genau diesen Momenten kann ich mich nicht zusammenzureißen, wie manch einer inbrünstig von mir fordert! Meine Energiereserven reichen dann nicht mehr aus, um noch irgendetwas aufzunehmen. Auch keine an sich schönen Dinge – alles ist in diesem Augenblick zu viel!

Warum kriege ich das nicht hin?, habe ich mich oft gefragt. Tue es auch jetzt manchmal noch. Alle anderen schaffen es doch auch. Ich zweifle an mir selbst, ärgere mich, mache mir schwere Vorwürfe. Mal wieder versagt.

Oft sind Menschen in meiner Umgebung erstaunt, was ich alles wahrnehme, von dem sie gar nichts mitbekommen. Wenn ich sie frage: »Hast du das gerade gehört?« ernte ich häufig nur rätselnde Blicke und Kopfschütteln.
Das Gehirn von Hochsensiblen arbeitet anders, filtert weniger und lässt mehr Informationen durch.
Ich registriere mehr, aber der Speicher ist dadurch auch ziemlich schnell voll. Dann ist der Punkt erreicht, an dem nichts mehr geht.

»Wegen Reizüberflutung geschlossen! Overloaded!«

Hochsensibel? Gratuliere!

Hochsensibel und stark

Menschen, die hochsensibel sind, zeigen sich empfänglicher für äußere und innere Reize (z. B. Gedanken, Erinnerungen). Sie erleben tiefer und »sehen« dadurch manches schon im Vorfeld kommen, was anderen oft schwer zu erklären ist.

Unsere niedrigere Reizschwelle führt rasch zur Überreizung und was wir heute erleben, kann sich noch Wochen später genauso intensiv anfühlen – oh ja, glaub mir!

Menschen, die hochsensibel sind, brauchen regelmäßigen Rückzug, um Dinge zu verarbeiten. Leider fehlinterpretieren andere dieses Bedürfnis oft als introvertiert, ungesellig und wenig belastbar.

Für mich bedeutet hochsensibel zu sein aber auch eine besondere Stärke. Meine Hochsensibilität macht mich einfühlsam und empathisch. Ich kann mich gut in andere Menschen und ihre Beweggründe hineinversetzen. Ein Gefühl von »menschlich verständlich«, wenn auch nicht immer korrekt, nimmt der ein oder anderen Situation die Schärfe.

Ich reflektiere mich selbst stark und kann für ein Thema aus verschiedenen Motiven und Richtungen heraus argumentieren. Manchmal – sogar Tage, nachdem ich dachte, ich sei mit dem Thema durch – fallen mir ganz plötzlich weitere Argumente ein. Stimmt, manchmal ist das ziemlich nervig!

Ich merke, dass ich dabei häufig ins Grübeln abdrifte. Aber ich habe inzwischen gelernt, das zu akzeptieren und nicht im Gedankenkarussell steckenzubleiben. Zugegeben – ab und zu kreist es noch etwas länger ?

Ich bin in der Lage, mich völlig in etwas zu vertiefen, zum Beispiel beim Schreiben, Fotografieren oder wenn ich mich in der Natur aufhalte. Ich erlebe dann das, was viele als »Flow« bezeichnen. Danach fühle ich mich kraftvoll und energiegeladen, vorausgesetzt, ich werde nicht zwischendurch gestört.

Die Kehrseite ist der Drang nach Perfektion und die Gefahr, mich festzubeißen. Andererseits bin ich dadurch aber auch sehr gewissenhaft.

Über mein Gedächtnis staune ich ab und zu selbst. Ich erinnere mich an kleinste Details aus Gesprächen noch Monate oder Jahre später. Das ist sowohl im Freundeskreis als auch im Job ganz nützlich und vielen Menschen um mich herum bereits aufgefallen.

Es bringt ganz sicher positive und auch anstrengende Aspekte mit sich, hochsensibel zu sein. Es macht den Alltag nicht immer einfach, weil viele Menschen Hochsensibilität schlicht als »zu empfindlich« abtun und überhaupt einfach »zu« was auch immer.

Wichtig ist, dass du als HSPler selbst um deine Eigenschaft weißt und dich selbst besser verstehen lernst.

»Lass dir nicht einreden, dass irgendwas mit dir nicht stimmt. Du bist vollkommen richtig!«

Literatur über Hochsensibilität

(alle hier angegebenen Bücher finden sich auch in meinem Bücherregal)

Hochsensibel ist mehr als zart besaitet

Hochsensibel ist mehr als zartbesaitet (Sylvia Harke)
Bot für mich viele interessante „Aha“-Momente. Ich empfehle jedem HSPler, es zu lesen.

Buchtipp: Hochsensibel - was tun?

Hochsensibel – was tun? (Sylvia Harke)
Auch dieses Buch verschafft einen guten Überblick über die verschiedenen Aspekte der Hochsensibilität, insbesondere auch der psychologischen Hintergründe, und geht dabei auf die diversen Lebensbereiche wie Partnerschaft, Beruf etc. ein.

Sind Sie hochsensibel?

Sind sie hochsensibel? (Elaine N. Aron)
Elaine N. Aron hat als erstes Hochsensibilität erforscht. Ihr Buch war mein erstes zum Thema und ist für mich ein absolutes MUSS für alle Hochsensiblen, die sich endlich besser verstehen wollen.

Weiterführende Links, wenn du hochsensibel bist …

Du willst so viel wie möglich in jeden Augenblick hineinpacken. Dir schnell neues Wissen zu einem Thema aneignen und dann fröhlich zum nächsten wechseln. Du hast ständig neue Ideen, obwohl noch so vieles unbeendet daliegt, und hörst dann von anderen: »Sei nicht so wankelmütig!«, »Bring doch mal etwas zu Ende!«, »Entscheide dich endlich für eine Sache!«. ?

Dann bist du vielleicht eine kreative Scanner-Persönlichkeit. Willkommen im Club!

Ich interessiere mich für sehr viele unterschiedliche Dinge und Themen und teste mich gerne darin aus. Und oft mache ich mir selbst später Vorwürfe, weil ich schon wieder drei neue Dinge begonnen habe, ohne die letzten drei abzuschließen.

Scanner-Persönlichkeit – Ganz normal chaotisch


Scannst du noch oder schaffst du schon?

Ich weiß inzwischen, dass ich hochsensibel und eine so genannter Scanner-Persönlichkeit bin und das beschriebene Verhalten offenbar ganz normal für Menschen, die so veranlagt sind.

Ich langweile mich schnell, wenn etwas zur Routine wird und denke dann: Ich weiß jetzt genug über die Sache und kann mich mit etwas anderem beschäftigen.

Das Thema »Scanner« hat mich neugierig gemacht und ich habe viel über Scanner-Persönlichkeiten recherchiert. Dabei bin ich auf einige interessante Bücher gestoßen. Das sind meine Favoriten, die ich dir ganz klar empfehlen kann, wenn auch du dich mit dem Thema auseinandersetzen möchtest:


Kreative Scanner - ganz normal anders

Bücher für kreative Scanner

Du musst dich nicht entscheiden, wenn du tausend Träume hast (Barbara Sher)

Auch mit dem Wissen, dass ich ein Scanner bin, wusste ich erstmal nichts anzufangen. Dieses Buch hat mir geholfen, mich besser zu verstehen. Es hat mir ein Stück weit die Last genommen, mich vor mir selbst und anderen rechtfertigen zu wollen und meine Scannereigenschaft stärker anzunehmen. Meiner Meinung nach für jeden Scanner absolut empfehlenswert und auch für Nicht-Scanner in deren Umfeld sehr aufschlussreich.

Auf viele Arten anders (Anne Heintze)

»Ein vielbegabter Mensch ist reich an geistiger Vielfalt und bunter Kreativität. Er kann lernen, sich als außergewöhnliches Individuum zu positionieren, um die vorhandenen Gaben für sich und andere gewinnbringend und sinnstiftend ein- und umzusetzen.« (Anne Heintze)
Das Buch eignet sich zum Einstieg in das Thema und verschafft anfangs einen Überblick, was eine Scannerpersönlichkeit überhaupt ausmacht. Wenn du dich bisher noch nicht damit beschäftigt hast, erlebst du vielleicht den ein oder anderen Aha- oder Ja, genauso geht es mir-Effekt. Interessant ist der Selbst-Test, viele Fallbeispiele anderer Scanner und die Übungen.

Geht ja doch (Cordula Nussbaum)

Wenn du das Gefühl hast, deine Träume sind irgendwo unterwegs verloren gegangen oder du einfach mehr von dem tun willst, was dir Spaß macht und gut tut, dann ist dieses Buch das Richtige für dich. Die Autorin gilt als Expertin im erfolgreichen Selbstmanagement. Anhand fünf zentraler Fragen räumt sie mit verstaubten Glaubenssätzen auf und zeigt dir neue Wege, Blockaden zu überwinden und lang angesammeltes Gerümpel aus dem Kopf zu schaffen. Für mich war das Lesen ein sehr inspirierender Denkanstoß.

Der Weg des Künstlers (Julia Cameron)

Dieses Buch ist ein Arbeitsprogramm, um deine Kreativität zu entfalten. Ein Reiseführer in dein eigenes Inneres. Wenn du dich auf die wiederkehrenden Übungen – Morgenseiten (versuche ich regelmäßig), Künstlertreff (muss ich noch stärker dran arbeiten) etc. – einlässt, öffnen sich dir neue Impulse, um dein kreatives Selbst dauerhaft wachzurütteln und auszuleben. Inspirierend für alle, die mehr Kreativität in ihrem Leben wünschen.

Du kennst weitere empfehlenswerte Bücher für Scanner-Persönlichkeiten, die hier nicht fehlen sollten? Oder hast du selbst als Scanner-Persönlichkeit eine besondere Erfahrung gemacht? Schreib es mir.

Interessante Bücher zum Thema Hochsensibilität findest du übrigens in meinem Beitrag Hochsensibel und gut so!