Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Das kann ich gar nicht genau sagen, weil ich schon immer geschrieben habe.

»Planmäßig« schreibe ich allerdings erst seit 2010 und das war wohl dem langen grauen Winter geschuldet. Ich bin ein absoluter Frühlings- und Sommermensch, weshalb mir die Kälte und dunkle Jahreszeit, die in jenem Jahr gefühlt nie mehr enden wollte, ziemlich auf die Nerven ging. Also kritzelte ich ein paar unscheinbare Worte über das öde Wetter und so fing alles an. Inzwischen muss dem Winter sehr dankbar sein!

 

Woher stammen die Ideen zu deinen Büchern?

Die meisten Ideen sind irgendwann einfach da. Das kann man nicht planen. Oft sprudeln die Gedanken direkt beim Aufwachen, manchmal unter der Dusche, beim Spazierengehen oder wenn ich gerade an der Kasse im Supermarkt anstehe.  Meist weiß ich sehr schnell, wohin der Gedanke führen will. Manchmal schreibe ich auch einfach drauflos und lasse die Dinge sich beim Schreiben entwickeln.

 

Schreibst du am Computer oder mit Stift und Papier?

Lyrik verfasse ich in aller Regel mit Stift auf Papier. Irgendwie fühle ich mich dabei „näher an den Worten dran“. Bei umfangreicheren Projekten tippe ich aber auch mal direkt in den PC.

 

Nutzt du ein spezielles Schreibprogramm?

Meinen ersten Roman habe ich in Word geschrieben. Inzwischen arbeite ich sehr zufrieden mit Papyrus Autor aufgrund der vielen Zusatztools (Denkbrett, Stilanalysen, Korrektor, Datenbanken, Zeitstrahl etc.). Außerdem nutze ich Jutoh für die E-Book-Erstellung (was auch mit Papyrus Autor funktioniert) und Gimp zur Covergestaltung.

 

Wie sieht dein Schreibtisch aus?

Erstaunlich aufgeräumt, was jedoch eher an meinen drei Katern liegt, die ansonsten ihre eigene Form von Ordnung anrichten würden.

 

Zu welcher Tageszeit schreibst du am liebsten?

Für mich beginnt die kreativste Phase früh morgens, gleich nach dem ersten Schluck Kaffee – vorher bitte nicht ansprechen! – und noch bevor ich mich zu meinem Brotjob ins Büro aufmache. Meist schreibe ich abends dann noch ein oder zwei Stunden.

 

Bevorzugst du einen bestimmten Schreibort?

Eigentlich nicht. Im Sommer sitze ich gern gemütlich mit dem Laptop auf dem Balkon. Wenn es draußen zu kalt ist, ziehe ich das Sofa im Wohnzimmer vor und verteile meine Notizen und Skizzen überall auf dem Tisch.

 

Wie lange schreibst du an einem Buch?

Da ich leider nicht hauptberuflich schreibe, sondern das nebenbei im Tagesablauf »unterbringe«, vergehen einige Monate, bis ich ein Buch fertiggestellt habe. Für Dämmernebel, den ersten Band meiner »Flamme der Seelen«-Trilogie (mein Erstlingswerk) habe ich rund zehn Monate benötigt, für den zweiten Band Sturmbeben sogar fast zwölf. Aber ich arbeite daran, schneller zu schreiben.

 

Warum hast du dich für Selfpublishing entschieden?

Mein erster Roman erschien in einem Kleinverlag, sodass ich auf diesem Weg einige Erfahrungen sammeln konnte. Leider auch negative! Der Vorteil im Selfpublishing liegt darin, dass man mehr Einfluss behält und in der Regel sein Werk (ausgenommen die großen Publikumsverlage mit entsprechenden Auflagenzahlen) günstiger als im Verlag anbieten kann. Auf der anderen Seite birgt Selfpublishing den Nachteil, sich um alles selbst kümmern zu müssen, vor allem allein Marketing und Werbung zu veranstalten. Das kostet Zeit, Arbeit und Geld. Trotzdem macht es viel Spaß und ich lerne viel dazu.

 

Pflegst du Social Media?

Ich bin auf Instagram und Google+ zu finden, auf Facebook aktuell nicht (mehr). Ich glaube, in der heutigen Zeit und bei der Vielzahl an Veröffentlichungen hat man als Autor kaum eine andere Chance. Mir persönlich fällt es allerdiings manchmal schwer, die Balance zwischen Media-Präsenz und genügend Freiraum zum eigentlichen Schreiben zu finden. Eine weitere Aufgabe auf meiner ToDo-Liste!

 

Was liest du selbst am liebsten?

Ich lese sehr gerne Fantasy, aber auch Liebesromane, Krimis und anderes. Ich möchte gern für Neues offenbleiben.

 

Welchen Rat gibst du angehenden Autoren mit?

Genau das – offen bleiben für Neues und sich ausprobieren!

Es ist wichtig, regelmäßig zu schreiben (man findet rasch allerhand Ausreden, was sonst noch zu tun ist). Doch man sollte sich die Zeit unbedingt nehmen. Darüber hinaus – viel Lesen. Ernsthaft! Lies alles, was du in die Finger bekommst. Genreübergreifend.

Und das Wichtigste: niemals aufgeben und sich auch von Rückschlägen nicht entmutigen lassen!

 

Noch ganz knapp ...

Print oder Ebook? Print. Ich mag schön gestaltete Einbände, den Duft des Papiers und das Gefühl beim Seitenumblättern.

Tee oder Kaffee? – Beides gerne. In jedem Fall benötige ich aber ein Mindestmaß (zwei Tassen) an Kaffee

Meer oder Berge? – Meer !!

Lieblingsfarbe? – Grün- und Blautöne

Lieblingsjahreszeit? – Frühling, wenn alles sprießt …

Lieblingsbuch/-bücher? – Das Lied von Eis und Feuer, Die Sturmlichtchroniken

 

Ihr habt weitere Fragen? Schreibt mich an!