Mein persönlicher Jahresrückblick 2019

Mein persönlicher Jahresrückblick 2019

Wahnsinn, wie schnell dieses Jahr wieder vergangen ist! Darum ist es Zeit einmal zu reflektieren. Mein persönlicher Jahresrückblick 2019 verrät, was ich positives aus diesem Jahr mitnehme, was ich erlebt habe und auch, was nicht so gut lief.

Den Großteil 2019 verbrachte ich auf Reisen – einer Reise zurück zu mir selbst. Denn irgendwo unterwegs hatte ich mich selbst verloren. Meine Freude, mein Lachen, meinen Flow.

»Das Jahr, in dem ich mir zu viel vorgenommen habe!«

»Das Jahr, in dem ich mich neu kennenlernte.«

Das möchte ich mit ein paar Worten erklären:

Ende 2018 war ich auf dem besten Weg ins Burnout. Am tiefsten Punkt einer Spirale angekommen, die, wenn ich ehrlich zurückdenke, schon 2 Jahre zuvor begonnen hatte, mich hinunterzuziehen (siehe dazu auch meinen Beitrag Krisen als Chance: Der Start für dein Wachstum). Ich wusste, ich muss etwas ändern, muss MICH ändern. Denn auf äußere Umstände haben wir nur bedingt Einfluss. Also nahm ich mir sehr vieles vor. Damals habe ich noch ernsthaft geglaubt, es wäre realistisch, all das umzusetzen. Tatsächlich war es aber eher planloser Aktionismus. Einige Monate war ich eifrig beschäftigt, kam dabei aber kaum voran. Ich sprintete los und schnell ging mir die Luft aus. Was mir eigentlich helfen sollte, wandelte sich so in noch mehr Stress. Das Scheitern war vorprogrammiert.  Trotzdem werte ich es im Nachhinein nicht als Niederlage. Denn mittlerweile habe ich dadurch viel Klarheit über mich und meine Ziele gewonnen. So viel zum ersten Motto. Und nun zum zweiten…

2019 habe ich vieles losgelassen, um Raum für Neues zu schaffen. Ich habe meine Wohnung einmal komplett umgekrempelt und ausgemistet und die Wände insgesamt dreimal in neuer Farbe gestrichen (beim zweiten Durchgang mal eben in der Mittagspause, als ich nach Hause kam und dachte „das geht nicht mehr!“). Ich habe mit Yoga angefangen und zu meditieren und Fernsehzeit gegen Podcasts eingetauscht (dazu werde ich noch einen separaten Beitrag schreiben). Ich trinke fast überhaupt keine Cola mehr und verzichte weitestgehend auf Zucker – kleiner Nebeneffekt: Ich habe fast vier Kilo! Gewicht verloren und kaum noch eine Hose im Schrank, die mir nicht zu weit ist.

Ich habe Zeit und Geld in mich selbst investiert (das ist die allerbeste Investition!), Kurse belegt, Dinge ausprobiert, die ich mich bislang nicht getraut hatte und bin Wünschen nachgegangen, die ich lange auf irgendwann mal geschoben hatte. Aus all dem habe ich viele wertvolle Erkenntnisse gewonnen und mich selbst ganz neu dabei entdeckt.

Im Jahresrückblick betrachtet, ist es verrückt, wie viel ich dieses Jahr tatsächlich getan habe, wenn ich auch einiges nicht umsetzen konnte.

Erkennen. Verändern. Wachsen.

Der Mensch ist unglaublich und zu viel mehr fähig, als er selbst oft von sich meint. Unsere Gedanken haben einen gigantischen Einfluss auf unser Leben, das müssen wir uns immer wieder bewusst machen.

»Du bist, was du denkst. Dein Fokus bestimmt deine Realität.«

Ich habe 2019 intensiv an meinem Mindset und meiner inneren Einstellung gearbeitet. Manchmal kann ich das negative Gedankenkarussell trotzdem noch nicht abschalten. Andererseits merke ich, dass ich in einigen Situationen anders damit umgehe als früher – entspannter.

Wenn du dich mit Persönlichkeitsentwicklung beschäftigst, stößt du auf so unendlich viele Bücher, Seminare, Podcasts, Plattformen und Kurse, dass es dich leicht schon wieder überfordert. Du musst herausfinden, welche Angebote die richtigen für dich ganz persönlich sind (zu den Büchern, aus denen ich 2019 wichtige Erkenntnisse neu gewonnen bzw. an sich bekannte zurück in mein Bewusstsein geholt habe, werde ich Anfang Januar noch einen separaten Beitrag schreiben).

Mir hilft es außerdem, ein Erfolgs- und Dankbarkeitsjournal zu führen, das mir jeden Abend noch mal vor Augen führt, was ich bereits geschafft habe und wie reich mein Leben ist.

Was hat nicht so gut geklappt?

Das Schreiben: Ich hatte es mir so sehr vorgenommen. Ich wollte endlich mein nächstes Buch fertigstellen. Meine Fantasy-Trilogie „Flamme der Seelen“ zum Abschluss bringen. Und darüber hinaus auch ein zweites Fantasyprojekt voranbringen. Das habe ich leider nicht geschafft, weil ich lange in meinen Gedanken blockiert war. Zwar bin ich vorwärtsgekommen aber bei Weitem nicht so wie ich es mir gewünscht hatte.

Das Fotografieren: Es gab Zeiten, da war ich jedes Wochenende mit der Kamera in der Natur unterwegs. Habe die Sonne und den Wind genossen, Tiere beobachtet und dabei völlig die Zeit um mich herum vergessen. In diesem Jahr hingegen hatte ich meine Kamera nur selten in der Hand. Zu erschöpft, zu antriebslos, zu viel anderes zu tun.

Mich vernetzen & Gleichgesinnte treffen: Dieser Punkt ist leider ebenfalls fehlgeschlagen. Durch den Stress, den mein blinder Aktionismus mir besonders in der ersten Jahreshälfte zusätzlich bereitet hat, war ich ab einem gewissen Punkt mental und körperlich so fertig, dass jedes Hinausgehen, jede Community und Veranstaltung nur einen Stressfaktor mehr dargestellt hat, vor dem ich mich zurückzog.

Und 2020?

Ich werde mich was meine Pläne und Vorsätze für 2020 angeht, besser ausrichten. Das Schreiben und Fotografieren soll wieder einen hohen und festen Platz in meinem Leben bekommen. Auch möchte ich mich weiterhin mit Persönlichkeitsentwicklung befassen. Schließlich bin ich noch nicht am Ziel. Da geht noch so viel mehr! Ich mache mir feste Wochenpläne, die ich nicht immer komplett abarbeiten kann. Aber das ist okay. Auf diese Weise gebe ich mir eine gewisse Struktur und behalte meinen Fokus. Gleichzeitig kann ich jederzeit die Richtung und meine Ziele nachjustieren, ohne ein schlechtes Gewissen zu bekommen, wenn ich etwas auf die nächste Woche verschieben muss.

Wie sieht es bei euch aus? Wie war euer Jahr 2019? Was habt ihr umgesetzt und was ist nicht gut gelaufen? Lasst es mich gern in den Kommentaren wissen!

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