Romanwelt: Die Schöpfung Shaendâras

Die Welt Shaendâra ist Schauplatz meiner Fantasy-Buchreihe Flamme der Seelen, die nach und nach von den Protagonisten der Story erkundet wird.

In Shaendâra gibt es verschiedene Reiche, die in unterschiedlichen Klimazonen liegen, ganz ähnlich zu unserer realen Welt. Sie sind die Heimat der Menschenstämme. Noch ältere Rassen und Völker überdauern inmitten dieser Reiche und sind doch von den Menschen abgeschieden – die Elfen und Laubläufer in den urtümlichen Wäldern, die Tallocs und Ghorrocs in den verborgenen Hügeln und unter den Bergen sowie die Drachen.
Aber auch finstere Geschöpfe verbergen sich in den Schatten dieser Lande, die Shaendâra und alles Leben darin bedrohen. Der erbitterte Kampf um die Seelen hat längst begonnen …

Heute will ich euch erzählen, wie die Welt Shaendâra von den Shana erschaffen wurde.

Aus den ersten Tagen der Shaendâras existieren nur bruchstückhafte Überlieferungen. Allein die Dìlae, die Treuen aus dem Geschlecht Dràochs, wissen um die einstigen Mächte ihrer Vorfahren. Bekannt ist daher, dass die Shana, strahlende Wesen voller friedlicher Weisheit, Shaendâra zu Anbeginn der Zeiten erschufen.

Die Tränen des Erwachens

Das Leben in Shaendâra entwickelte sich aus Wahanlen Earrach, den »Tränen des Erwachens«.

Dabei handelte es sich um eine Art schöpferischen Regen, in dem die Shana urkräftige Energien entfesselten. Jene Energien bezeichneten sie als die »Geister der Urkraft« und gaben ihnen die Namen Tândrul, Gandawyr, Daeroniel und Diurylsar. Diese herrschten über die Mächte von Feuer, Luft, Erde und Wasser.

Alles Lebendige zeigte sich fortan als schwächerer Spiegel der Urkräfte, die zu beherrschen fortgeschrittene Geistmagie erfordert. Jede einzelne der Urkräfte der Elementare beeinflusst dabei auch die übrigen drei.
Wenngleich der Geist jedes Einzelnen imstande ist, alle Elementare zu verstehen und deren Stimmen, die vier Lieder Avaarus, zu beherrschen lernen kann, agiert in jedem Lebewesen meist ein Element stärker als die anderen.

So wirkte in all jenen, die im Laufe der Zeitalter zum Hüter des Seelenfeuers erwählt wurden, am stärksten die Magie des Feuers, während den Quellschwestern aus Beth’nal’Mâr die Macht des Wassers und den Tallocs und Ghorrocs die Macht der Erde am stärksten innewohnt.

Talmar und Penyar

Die Shana unterteilten sich in Talmar, »Erdwandelnde«, und Penyar, »Geflügelte«, und in ihnen fanden alle späteren Rassen ihren Ursprung.

Dem Namen nach bekannt – und diese waren die höchsten unter den Shana – waren Neamh’yar und Glycha, Draighor und Tanniymh, Fûhbor, Cruthar und Bêthnahel sowie Rigmor.

Noch während des frühen Erwachens vereinten sich die Talmar Neamh’yar und Glychna, deren ältester Sohn Ellyllon in späteren Tagen Dìlumis, die Tochter Cruthars und Bêthnahels heiratete. Aus dieser Verbindung entsprangen die Anführer des Elfenvolkes.

Ellyllons Bruder Dràoch vermischte sein Blut mit einer der Nachkommen von den Penyar und begründete die Linie der Mestari, die bis ins heutige Zeitalter die Gaben der Shana gegenwärtig halten.
Aus der Vermählung Gaoths mit dem Penyar Fûhbor gingen die heutigen Drachen hervor, während Dìlumis‘ Bruder Ghorza die Ghorrocs aus Stein und die Tallocs aus grasiger Erde formte.

Zuletzt vermählte sich Dubhor, der Bruder Ellyllons und Dràochs, mit Rigmor, aus deren Linie später die Schatten erwuchsen.

Die Flamme der Seelen

Zwar waren die Shana unsterblich, dennoch verließen sie eines Tages ihren Körper. Ihre Seele aber blieb in einem mystischen Licht für alle Zeiten bewahrt.

Als für Neamh’yar und Glychna der Zeitpunkt gekommen war, ihre körperlichen Hüllen aufzugeben, flogen ihre Seelen hinaus und vereinten sich miteinander. Seit jenem Tag brannte ihr Feuer zum Schutz allen Lebens in Shaendâra und wann immer ein Lebewesen seinen Körper verließ, fand sein inneres Licht den Weg zu den anderen, die es willkommen hießen, und die Seelen entflammten noch heller.

So war es zu Anbeginn aller Zeiten, doch diese Tage sind längst entschwunden.

Das Seelenfeuer brennt heute deutlich schwächer und droht gar zu erlöschen, die Seelen auf ewig in der Dunkelheit zu irren. Ein grausiger Krieg hält Shaendâra gefangen, dessen Ausgang ungewiss ist.

Das Schicksal aller freien Völker liegt in der Freundschaft zweier Jungen und ihrem Vertrauen in sich selbst …

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