Romanwelt Shaendâra: Die Schöpfung (Fantasy)

Romanwelt Shaendâra: Die Schöpfung

Wie schön! Du hast dich entschieden, meine Romanwelt Shaendâra ein bisschen näher zu erkunden. Und womit sollten wir besser beginnen als ganz am Anfang – mit der Schöpfung?

In Shaendâra gibt es viel zu entdecken. Den unterschiedlichen Reichen und Bewohnern meiner Romanwelt widmen wir uns aber später noch. Shaendâra ähnelt nämlich teils auch unserer eigenen Welt, mit mehreren Reichen, in denen unterschiedliches Klima herrscht. So stürmen im Norden eisige Winde von den Frostlanden her und im Süden erstreckt sich die Wüstenhitze der Sandmeere. Es gibt verschiedene Menschenstämme und weitaus ältere Rassen und Völker, die inmitten der Menschenreiche und doch von den Menschen abgeschieden überdauern – die Elfen und Laubläufer in den urtümlichen Wäldern, die Erd- und Steinlinge in den verborgenen Hügeln und unter den Bergen sowie die Drachen.

Und dann existieren dort noch einige sehr viel düstere Kreaturen. Der erbitterte Kampf um die Seelen hat längst begonnen …

Doch heute, wie gesagt, will ich euch davon erzählen, wie die Welt Shaendâra von den Shana erschaffen wurde.

Die Schöpfung: Wie alles begann …

Aus den ersten Tagen der Shaendâras existieren nur bruchstückhafte Überlieferungen. Allein die Dìlae, die Treuen aus dem Geschlecht Dràochs, wissen um die einstigen Mächte ihrer Vorfahren. Bekannt ist daher, dass die Shana, strahlende Wesen voller friedlicher Weisheit, Shaendâra zu Anbeginn der Zeiten erschufen.

Die Tränen des Erwachens

Das Leben in meiner Romanwelt Shaendâra entwickelte sich aus Wahanlen Earrach, den »Tränen des Erwachens«.

Dabei handelte es sich um eine Art schöpferischen Regen, in dem die Shana urkräftige Energien entfesselten. Jene Energien bezeichneten sie als die »Geister der Urkraft« und gaben ihnen die Namen Tândrul, Gandawyr, Daeroniel und Diurylsar. Diese herrschten über die Mächte von Feuer, Luft, Erde und Wasser.

Alles Lebendige zeigte sich fortan als schwächerer Spiegel der Urkräfte, die zu beherrschen fortgeschrittene Geistmagie erfordert. Jede einzelne der Urkräfte der Elementare beeinflusst dabei auch die übrigen drei.
Wenngleich der Geist jedes Einzelnen imstande ist, alle Elementare zu verstehen und deren Stimmen, die vier Lieder Avaarus, zu beherrschen lernen kann, agiert in jedem Lebewesen meist ein Element stärker als die anderen.

So wirkte in all jenen, die im Laufe der Zeitalter zum Hüter des Seelenfeuers erwählt wurden, am stärksten die Magie des Feuers, während den Quellschwestern aus Beth’nal’Mâr die Macht des Wassers und den Tallocs und Ghorrocs die Macht der Erde am stärksten innewohnt.

Talmar und Penyar

Unter den Shana existierten zwei Gruppen: die Talmar, »Erdwandelnde«, und die Penyar, »Geflügelte«. Aus ihnen gingen alle späteren Rassen hervor.

Dem Namen nach bekannt – und diese waren die höchsten unter den Shana – sind heute noch acht von ihnen: Namyar und Glychna, Draighor und Tanniymh, Fûhbor, Cruthar und Bêthnahel sowie Rigmor.

Während des frühen Erwachens vereinten sich die beiden Talmar Namyar und Glychna. Ihr ältester Sohn heiratete in späteren Tagen Dìlumis, die Tochter Cruthars und Bêthnahels. Aus dieser Verbindung entsprangen die Anführer des Elfenvolkes.

Der zweitälteste Sohn Dràoch vermischte sein Blut mit einer der Penyar und begründete die Linie der Mestari, die bis ins heutige Zeitalter die Gaben der Shana gegenwärtig halten.
Die Nachkommen des Geflügelten Fûhbors brachten die heutigen Drachen hervor, derweil Dìlumis‘ Bruder Ghorza die Ghorrocs aus Stein und die Tallocs aus grasiger Erde formte.

Zuletzt vermählte sich Dubhor, der dritte Sohn Namyars, mit Rigmor, aus deren Linie später die Schatten erwuchsen.

Die Flamme der Seelen

Zwar waren die Shana unsterblich, doch verließen sie eines Tages ihren Körper. Ihre Seele hingegen blieb für alle Zeiten bewahrt.

Als für Namyar und Glychna der Zeitpunkt gekommen war, ihre körperlichen Hüllen aufzugeben, flogen ihre Seelen hinaus und vereinten sich miteinander zu einem strahlenden mystischen Licht. Seit jenem Tag brannte ihr Feuer zum Schutz allen Lebens in Shaendâra und wann immer ein Wesen seinen Körper verließ, fand sein inneres Licht den Weg zu den anderen, die es willkommen hießen, und die Seelen entflammten daraufhin noch heller.

So war es zu Anbeginn aller Zeiten, doch diese Tage sind längst entschwunden.

Das Seelenfeuer brennt heute sehr viel schwächer und droht gar zu erlöschen, die Seelen auf ewig in der Dunkelheit zu irren. Ein grausiger Krieg hat in die Welt Shaendâra Einzug gehalten und hält sie gefangen. Der Ausgang ist ungewiss.

Das Schicksal aller freien Völker liegt in der Freundschaft zweier Jungen und ihrem Vertrauen in sich selbst …

Wie geht es weiter?

Soweit erst mal zur Entstehung meiner Romanwelt. Doch über Shaendâra gibt es noch sehr viel mehr zu erzählen und weitere spannende Hintergründe zu entdecken.

Im nächsten Beitrag werde ich euch den Ort vorstellen, an dem Elyjas‘ abenteuerliche Reise und damit meine Fantasybuchreihe »Flamme der Seelen« ihren Anfang nimmt: Das Königreich Drâea.

Also bis dahin!

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