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Jeder Mensch ist voll von Gedanken, Überzeugungen, Ansichten und Glaubenssätzen, die er mit sich trägt. Doch woher stammt all das eigentlich? Wie entwickeln sich unsere Denkmuster und warum fällt es uns oft so schwer, sie zu verändern?

In diesem Artikel wollen wir uns unsere Glaubenssätze einmal genauer anschauen.


Bei Geburt ein leeres Gefäß

Wenn wir geboren werden, kommen wir als nahezu leeres Gefäß zur Welt. Doch da sind andere Menschen in unserem Umfeld – unsere Eltern, Großeltern und andere Bezugspersonen –, die uns liebhaben, uns beschützen und etwas beibringen wollen.

Diese Menschen »füttern« nun unser Gefäß mit IHREN jeweiligen Erfahrungen, Werten, Überzeugungen, Gedanken und Glaubenssätzen.

Und wir, weil wir auf nichts anderes zurückgreifen können, saugen all diese Meinungen, Erfahrungen und Ansichten unbewusst und ungefiltert wie ein Schwamm in uns auf, ohne sie zu hinterfragen. Unser so genannter innerer Bodyguard entwickelt sich nämlich erst ab etwa unserem dritten Lebensjahr.

Das Ergebnis: Wir entwickeln bestimmte PrägungenGlaubenssätze und Verhaltensmuster.

Glaubenssätze fließen von außen in unser Lebensgefäß

Dann kommen wir in den Kindergarten und in die Schule, wir haben Freunde und später Arbeitskollegen, wodurch immer mehr Gedanken und Überzeugungen von außen in unser Gefäß hineinfließen und es weiter füllen.

Irgendwann ist unser Lebensgefäß randvoll!

Glaubenssätze – Und plötzlich ganz anders?

Eines Tages kommt uns eine Idee und wir wollen etwas Neues ausprobieren. Das lässt sich auf jeden von uns übertragen. So haben wir Schreiberlinge vielleicht den Wunsch, ganz vom Schreiben leben zu können.

Dieses Neue wird dann zunächst mit dem Inhalt unseres Lebensgefäßes abgeglichen. Und dabei stellt sich oftmals heraus: Keine Übereinstimmung!

Wiederum auf uns Schreiberlinge übertragen, meint das zum Beispiel, dass unsere Eltern uns vielleicht gesagt haben, vom Schreiben oder von der Kunst allein könne man einfach nicht leben. Das sei bloß Tagträumerei und wir müssten stattdessen etwas ›Richtiges‹ lernen.

Das Neue erscheint uns also unbekannt und in unserem Gefäß ist dafür kein Platz mehr.

An diesem Punkt erscheint unser Bodyguard auf der Bildfläche, der eine innere Instanz darstellt, die uns vor Risiken und Gefahren bewahren und unser Überleben sichern will. Wir bekommen Selbstzweifel und reden uns ein, dass wir unser Ziel tatsächlich nicht erreichen können.

Das Problem dabei ist, dass ÜBERleben nicht viel mit einem absolut wundervollen, erfüllten und glücklichen Leben zu tun hat. Das Eine ist das Minimum, das andere das Maximum.

Der Talk mit unserem inneren Bodyguard

Für unseren Bodyguard bedeutet alles Unbekannte zuerst einmal: Gefahr!

Der Bodyguard schaltet also in den Alarmzustand und leitet Widerstand ein. Denn er möchte mit aller Kraft verhindern, dass wir die Schwelle ins Unbekannte übertreten. Vielleicht lauern dort draußen (Todes-)Gefahren und er will ja unser Überleben sichern.

Da ist es doch besser, wenn wir bleiben, wo uns alles vertraut ist …

Die Komfortzone und die Angst

Unsere Komfortzone ist der Bereich, in dem wir alles bereits kennen. Hier fühlen wir uns gut aufgehoben und sicher und pflegen unsere Gewohnheiten.

Die Komfortzone - unsere Gewohnheiten

Das Neue liegt außerhalb unserer Komfortzone und je näher wir an deren Rand treten, desto mulmiger fühlen wir uns. Denn mit jedem Schritt, der uns dichter an die Schwelle zum Unbekannten führt, wird die Stimme unseres inneren Bodyguards lauter, der ruft …

»Stop! Geh nicht weiter! Dreh wieder um und bleib bei dem, was du kennst!«

Wir bekommen Angst und Zweifel …

  • Ist die Idee wirklich so gut?
  • Sollte ich das nicht doch lieber lassen?
  • Was, wenn es schief geht?

Und plötzlich fallen uns tausende Gründe dafür ein, innerhalb unserer Komfortzone zu bleiben …

  • Ach, eigentlich ist es mir gar nicht so wichtig.
  • Ich hab‘ dafür auch eigentlich gar keine Zeit.
  • Es ist auch recht teuer.
  • Ich schaffe das bestimmt eh nicht.
  • Ich muss zuerst noch …

Unser Bodyguard meint es nur gut, denn er will uns ja beschützen. Doch seine gute Absicht bewahrt uns nicht nur vor ›echten‹ Gefahren, sondern sie verhindert auch, dass wir neue Erfahrungen machen und dadurch wachsen.

»Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und ein anderes Ergebnis zu erwarten.« — Albert Einstein

Wir müssen durch die Angst hindurch!

Denn, wenn wir den Schritt hinaus wagen, würde das Unbekannte zu etwas Bekanntem und die Grenze unserer Komfortzone würde sich erweitern.

Komfortzone verlassen - durch die Angst hindurch

Wie aber schaffen wir das? Wie können wir uns gegen unseren Bodyguard, den »Schwellenwächter«, durchsetzen?

Die Aussöhnung mit dem Bodyguard

Nun –

Schritt 1 -> Wir dürfen akzeptieren, dass unser Bodyguard überhaupt existiert und auf der Bildfläche erscheint.

Schritt 2 -> Wir dürfen lernen zu verstehen, wie seine Schutzmechanismen ablaufen.

Schritt 3 -> Wir dürfen nicht dienliche Gedanken abstreifen und unserem Bodyguard erklären, dass das Neue und Unbekannte nicht gefährlich für uns ist.

Und genau an diesem Punkt sind wir wieder beim Inhalt unseres Lebensgefäßes …

Gedanken verändern Glaubenssätze auflösenDas Lebensgefäß: Sind unsere Glaubenssätze noch aktuell?

Es wird höchste Zeit, dass wir uns einmal genau anschauen, was da so alles an Gedanken, Meinungen, Verhaltens- und Denkmustern oder Glaubenssätzen in unserem Gefäß herumdümpelt und ob all das tatsächlich für uns stimmig ist. Denn es ist doch so, dass all das, was aktuell in unserem Lebensgefäß schwimmt, uns nur genau zu dem Punkt gebracht hat, an dem wir jetzt im Leben stehen.

Will ich etwas anderes, dann brauche ich neue Glaubenssätze und Gedanken!

Das heißt, wir …

  • hinterfragen kritisch, woher der Gedanke / die Überzeugung stammt, und
  • überprüfen, ob wir sie nur von anderen (von außen) übernommen haben, und
  • werfen über Bord, was nicht zu uns gehört und was wir nicht mehr benötigen.

Auf diese Weise entsteht wieder freier Platz in unserem Gefäß und wir öffnen uns für neue Ansichten, Gedanken und Möglichkeiten.

Die 5 Stufen der Veränderung

Wenn wir in unserem Leben wirklich etwas ändern wollen, dann müssen wir dazu insgesamt fünf Stufen durchlaufen.

Lassen wir nur eine einzige Stufe weg oder überspringen sie, wird die Veränderung höchstwahrscheinlich nicht von Dauer sein und wir fallen stattdessen früher oder später in alte Gewohnheiten und Muster zurück.

Als Basis für alle fünf Stufen gilt aber zuerst, dass wir die volle Verantwortung für uns und unser Leben, so wie es jetzt gerade ist, übernehmen! Das ist sozusagen Schritt Null.

Denn solange wir die Verantwortung an andere abtreten, bleiben wir in der Opferrolle und geben stets anderen Menschen oder den äußeren Umständen die Schuld an dem, was wir erleben.

So ist keine Veränderung möglich!

Glaubenssätze verändern: So funktioniert unser GeistWie unser Geist funktioniert

Tatsächlich erschaffen wir selbst uns unsere Realität. Denn die Informationen oder Reize, die wir über unsere Sinneskanäle (sehen, hören, tasten, riechen und schmecken) aus der Umgebung aufnehmen, sind an sich erst einmal völlig neutral. Erst durch unsere Gedanken und Bewertungen, die WIR dieser Situation oder Information schenken, nehmen wir sie als positiv oder negativ wahr.

Diesen geistigen Zwischenschritt übersehen und vergessen wir jedoch meistens, weil der bewusste Teil unseres Geistes, der das Denken beinhaltet, ihn derart schnell vollzieht, dass wir es nicht bemerken. Deshalb sind wir oft der Meinung, dass eine Situation, eine Nachricht oder die Aussage unseres Gegenübers uns ärgert, frustriert, ängstigt oder traurig macht. Wir stellen einen unmittelbaren Bezug zu den äußeren Umständen her.

Doch unsere Emotionen, die sich als Gefühle ausdrücken, resultieren erst aus der Entladung unserer Gedanken.

Aus diesen Gefühlen heraus treffen wir unsere Entscheidungen und die führen letztlich zu unseren Ergebnissen.

Der Kern des Ganzen ist: Es ist meine Wahl!

Ich kann so oder anders denken und rufe dementsprechend anderes hervor.

Und wenn ich mir selbst meine Realität kreiere, dann kann ich selbst diese Realität auch wieder verändern!

Kommen wir also zurück zu den fünf Stufen. Die ersten drei haben wir bereits angesprochen:

Stufe 1: Bewusstsein

Stufe 2: Verständnis

Stufe 3: Loslassen

Dazu kommen jetzt noch:

Stufe 4: Reprogrammierung

Wir richten unseren Fokus neu aus. Vom Negativen zum Positiven. Von den Hindernissen zu den Möglichkeiten. Raus aus dem Drama und hin zur Chance!

So erzeugen wir neue positive Gedanken, die neue Emotionen erwecken, was zu anderen Entscheidungen führt und damit zu anderen Ergebnissen.

NEUER FOKUS -> NEUE GEDANKEN -> ANDERE EMOTIONEN -> ANDERE ENTSCHEIDUNGEN -> ANDERE ERGEBNISSE!

Stufe 5: TUN

Oft hört man ja »Wissen ist Macht.« Doch Wissen allein genügt nicht. Es ist das angewandte Wissen, auf das es ankommt!

Wenn ich etwas weiß, ändert sich dadurch noch überhaupt nichts. Bewusstsein und Verständnis sind unbedingt notwendig, aber nur der Anfang. Erst mein Handeln bewirkt die Veränderung!

Ich muss also in die Umsetzung kommen und das Wissen auch nutzen.

Wenn wir diese fünf Stufen vollständig durchlaufen, steht unserer Veränderung nichts mehr im Weg. Wir wandeln uns dabei von einem ereignisgesteuerten Menschen zu einem bewusst denkenden Menschen, der sich nicht länger von seinen Gedanken und Gefühlen kontrollieren lässt, sondern diese selbst steuert. Das macht den Unterschied aus, ob wir leben oder gelebt werden.

Veränderung ist für jeden möglich!

Wie sieht es also aktuell mit deinem Lebensgefäß aus? Hast du dir den Inhalt, deine Denk- und Verhaltensmuster einmal genauer angesehen?

Welche Gedanken und Glaubenssätze sind vielleicht längst überholt? Welche stammen gar nicht von dir und du hast sie eigentlich nur unbewusst übernommen, weil Mama, Papa oder jemand anderes sie dir vorgesagt hat?

Eine kleine Übung:

Liste doch einmal all deine (negativen) Glaubenssätze auf, die dir einfallen. Nimm dir Zeit dafür, manches wird dir erst bewusst, wenn du tiefer gräbst. Lies sie dir auch einmal oder mehrmals laut vor und spüre in dich hinein, was sie in dir auslösen. Und dann überlege, ob diese Sätze wirklich wahr sind? Und nimm dir auch hier wieder Zeit. Welche Argumente sprechen dafür oder dagegen?

Dann versuche, die negativen Überzeugungen in positive umzuschreiben. Ein Beispiel:

Negativ: »Ich bin nicht gut / schlau genug«

Positiv umformuliert: »Ich bin gut so wie ich bin und ich lerne jeden Tag dazu und werde mit jedem Tag besser«

Schau auch mal hier: Positive und negative Glaubenssätze erkennen mit NLP

Wenn du magst, schreib mir gerne deine Erkenntnisse und Gedanken!

So löst du Glaubenssätze auf und veränderst deine Denkmuster

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Schon in der Antike sagte der Philosoph Epiktet: »Es sind nicht die Dinge, die uns beunruhigen, sondern die Meinungen, die wir von den Dingen haben.«

Egal ob im Privaten oder bei beruflichen Problemen: Wollen wir etwas ändern, müssen wir unsere Gedanken verändern! Denn das was wir ausstrahlen, kommt zu uns zurück. Wenn wir also positiv denken, nehmen wir automatisch mehr Positives wahr und ziehen davon mehr an.

Wir ziehen stets mehr von dem in unser Leben, dem unsere eigene Energie entspricht.

Das heißt, ob wir über eine Situation positiv denken oder negativ, ob wir das Glas als halb voll oder halb leer betrachten, hat wesentlichen Einfluss auf unsere Welt. Denn wir schaffen uns unsere Realität immer selbst durch unsere Gedanken.

Positiv denken heißt, zuversichtlich sein

Positiv denken bedeutet, dass ich meine Wahrnehmung bewusst lenke.

Von der Krise zur Chance.

Von dem, was fehlt, auf das, was schon vorhanden ist. Anstatt Mangel zu leben, blicke ich dankbar auf die Dinge, die ich erreicht habe.

Positives Denken heißt, dass ich mehr Vertrauen in meine eigenen Fähigkeiten habe und dadurch auch in die Zukunft. Ich weiß, dass ich mein Leben selbst in der Hand habe und bestimmen kann.

Das bedeutet nicht, dass niemals wieder etwas in meinem Leben schieflaufen wird. Natürlich wird es auch in Zukunft Rückschläge und Hindernisse geben. Die gehören zum Leben dazu. Der Unterschied ist, dass ich, wenn ich positiv denke, solche Hürden als Herausforderungen annehme, an denen ich wachsen kann. Auf diese Weise entwickle ich ein Growth Mindset, in dem Fehler nicht länger Angst schüren und etwas darstellen, das ich unbedingt vermeiden muss. Vielmehr werden durch positives Denken Fehler zu notwendigen und sogar unterstützenden (!) Faktoren auf dem Pfad meiner eigenen Entwicklung.

»Was wäre das für eine eintönige Reise, wenn uns niemals etwas entgegentritt und sich niemals die Richtung ändert.«

– Melanie Völker

Aber wie denke ich nun positiv?

Sich einfach zu sagen »wird schon alles gut« wird nicht ausreichen und ist auch nicht mit positivem Denken gemeint.

Oft ist in diesem Zusammenhang die Rede von Affirmationen, die du dir immer wieder aufsagen sollst. Doch nutzen solche Affirmationen nur dann, wenn du sie im Innern auch wirklich glaubst. Es geht keineswegs darum, sich Dinge einfach schönzureden. Das bedeutet, dass positives Denken realistisch bleiben muss.

6 Tipps für positives Denken

Tipp #1: Auslöser identifizieren

Was ist der Grund für meine negativen Gedanken? Wenn ich die Ursache kenne, kann ich effektiv am Umgang mit derartigen Situationen arbeiten und vermeide zudem einen sehr häufigen Denkfehler: Verallgemeinerungen.

Denn wir neigen oft dazu, gleich alles als schlecht anzusehen, wenn eine einzelne Sache in unserem Leben schiefläuft.

Tipp #2: Vergangenes loslassen

Es mag sein, dass du in der Vergangenheit schon einmal ungerecht behandelt wurdest. Doch das kannst du nicht mehr ändern. Es ist passiert. Anstatt ewig daran festzuhalten, solltest du deinen Blick nach vorne und in die Zukunft richten. Grüble weniger, warum dir das passiert ist, frage dich lieber, was du daraus lernen konntest.

»Hürden begegnen uns immer dann im Leben, wenn wir über uns selbst hinauswachsen sollen.«

– Melanie Völker

Tipp #3: Vermeide Vergleiche

Höre auf, dich zu vergleichen. Kein Mensch ist genauso wie du. Kein anderer hat exakt die gleichen Umstände, Voraussetzungen und Eigenschaften wie du sie hast. Jeder Mensch ist einzigartig. Darum macht es keinen Sinn, dich mit anderen Menschen zu vergleichen. Manch einer wird etwas erreicht haben, das du (noch) nicht erreicht hast. Es wird immer einigen besser gehen als dir. Doch es geht auch vielen schlechter. Also konzentriere dich auf dich selbst und lebe dein einzigartiges Leben.

Tipp #4: Übernimm Verantwortung

Oft ist es bequemer, sich selbst in der Opferrolle zu sehen. Nicht wir sind verantwortlich. Schuld sind unser Partner, der Chef, die Umstände etc. . Doch solange wir in der Opferrolle bleiben, geben wir die Macht über unser Leben an andere ab. Dann sind wir hilflos und frustriert.

Tatsächlich haben wir immer eine Wahl, uns zu entscheiden. Du bist unzufrieden im Job oder in der Beziehung? Dann ändere das! Was zwingt dich, da zu bleiben, wo du bist?

Wahrscheinlich fallen dir jetzt spontan jede Menge Gründe ein. Aber sind sie wirklich wahr? Oder sind sie in Wahrheit nur einfacher und bequemer?

Es ist erstaunlich, wie lange wir manchmal in unliebsamen Situationen ausharren, obwohl wir tief in uns genau wissen, dass es uns nicht guttut und wir einen anderen Weg einschlagen sollten. Wir sind wahre Meister darin, uns selbst zu sabotieren.

Lege deine Ausflüchte ab und gewinne die Kontrolle über dein Leben zurück.

Denke daran: Du hast nur dieses eine Leben und am Ende nützt es dir nichts zurückzublicken und zu sagen: Die anderen sind schuld, dass ich es nicht gelebt habe!

Tipp #5: Meide Energievampire

Es gibt sie immer wieder. Menschen, die dir sämtliche Kraftreserven regelrecht aus dem Körper ziehen, sodass du dich nach einer Zusammenkunft nur noch erschöpft und ausgepowert fühlst. Menschen, die selbst unzufrieden sind und ständig nörgeln, jammern und meckern. Und glaube mir – das ist ansteckend!

Schütze dich und meide solche Energieräuber. Schaffe dir stattdessen ein Umfeld, das dich stärkt und inspiriert.

Tipp #6: Fokussiere dich auf deine Stärken

Jeder Mensch besitzt Stärken und Schwächen. Denke nicht immer nur daran, was du nicht kannst. Dadurch blockierst du dich nur selbst. Konzentriere dich auf deine Erfolge und Fähigkeiten und baue sie weiter aus.

»Ob du denkst, du kannst es oder du kannst es nicht – du wirst in jedem Fall Recht behalten.« – Henry Ford

7 Übungen für positives Denken

Übung #1: Führe ein Dankbarkeitsjournal

Lege dir ein schönes Notizbuch zu und schreibe jeden Abend drei Dinge, für die du dankbar bist und die heute gut gelaufen sind, auf. Du wirst sehen, dass sich dein Fokus generell auf die positiven Dinge in deinem Leben verlagern wird.

Übung #2: Verändere deine Körperhaltung

Auch unsere Körperhaltung beeinflusst unsere Gedanken. Versuche einmal folgendes Selbstexperiment:

Setze dich auf einen Stuhl und nimm eine niedergeschlagene Körperhaltung ein, indem du …

  • mit dem Gesäß auf die Stuhlkante rutschst,
  • die Knie wie ein X zusammenführst und die Zehenspitzen nach innen drehst,
  • alle Muskeln erschlaffen lässt,
  • das Kinn auf die Brust fallen lässt und
  • den Oberkörper leicht nach vorne kippst.

Sprich jetzt in Gedanken (also auf kognitiver Ebene) voller Überzeugung den Satz: »Heute ist der allerbeste Tag in meinem Leben!«
Merke dir, wie dieser Satz auf dich wirkt.

Stell dich nun hin und nimm eine Körperhaltung ein, die man als Sieger- oder Power-Pose deuten könnte, indem du …

  • dich hüftbreit hinstellst und aufrichtest,
  • den Rücken gerade streckst,
  • beide Hände zu Fäusten formst und diese hochstreckst,
  • alle Muskeln anspannst,
  • tief Luft holst und
  • lächelst.

Sag dieses Mal wieder in Gedanken voller Überzeugung zu dir den Satz: »Heute ist der allerschlimmste Tag in meinem Leben!«
Merke dir erneut, wie dieser Satz auf dich wirkt.

Welche Botschaft ist für dich glaubwürdiger: die kognitive innere Botschaft (= dein Gedanke) oder die emotionale Körperhaltung?

Erkenntnis: Das, was wir denken, beeinflusst unsere Emotionen und umgekehrt. Wenn ich mir kognitiv beispielsweise vorgebe »Ich kann das!«, wirkt sich das auf meine emotionale Stimmung aus und ich gehe an anstehende Aufgaben optimistischer heran. Diese kleine Technik wird vielfach im mentalen Training angewendet.

Nimm also öfters eine Power-Pose ein. Du wirst die Energie sofort spüren!

Übung #3: Meditieren

Durch regelmäßiges Meditieren beruhigst du deinen Geist und gewinnst mehr Klarheit. Die positive Wirkung der Meditation ist längst wissenschaftlich belegt. Probiere es aus.

Empfehlen kann ich dir zum Beispiel diese Meditationen.

Übung #4: Lächle öfter

Lächeln macht dich entspannter und zufriedener. Denn beim Lächeln werden Glückshormone ausgeschüttet.

Übung #5: Gedankenstopp

Du merkst, dass negative Gedanken in dir aufkommen? Dann sage innerlich STOPP! Um die Wirkung zu unterstreichen, kannst du dir dazu auch ein rotes Stoppschild vorstellen.

Wichtig ist, dass du unmittelbar danach deine Gedanken auf etwas Schönes und Entspanntes lenkst. Denke beispielsweise an einen Strand oder eine satte grüne Wiese.

Eine Alternative wäre, dass du ein Gummiband um dein Handgelenk trägst und jedes Mal, wenn negative Gedanken in dir aufziehen, daran ziehst. Der leichte Schmerz wird deine Aufmerksamkeit sofort umlenken und die negativen Gedanken unterbrechen.

Positiv denken mit der Sedona-Technik

In diesem Zusammenhang möchte ich dir auch die Sedona-Technik mit vier einfachen Fragen vorstellen. Diese kannst du anwenden, wenn du dich gerade über etwas ärgerst oder dir Sorgen machst.

Die vier Fragen lauten:

  1. Kannst du das Gefühl in diesem Moment akzeptieren?
  2. Könntest du das Gefühl loslassen  nur für diesen Moment?
  3. Würdest du das Gefühl loslassen?
  4. Wann?

Kannst du das Gefühl in diesem Moment akzeptieren?

Es ist egal, ob du »Nein, kann ich nicht akzeptieren« oder »Ja, kann ich akzeptieren« antwortest – beides ist okay. Wichtig ist nur, dass du ehrlich zu dir selbst bist. Antworte spontan und suche nicht lange erst nach der richtigen Antwort.

Könntest du das Gefühl loslassen  nur für diesen Moment?

Spüre hier richtig in das Gefühl hinein. Was genau spürst du? Wie zeigt sich dein Stress, Ärger etc.? Fühlst du eine Enge im Hals oder Druck in der Brust?Bemerkst du, dass deine Schultern sich verspannen?

Auch bei dieser Frage spielt es keine Rolle, ob du mit Ja oder Nein antwortest. Du solltest jedoch erneut ohne langes Nachdenken antworten.

Pfiffig an dieser Frage ist, dass sie dir eine Wahlmöglichkeit bietet. Denn oft kommt es uns in Momenten des Ärgers so vor, als hätten wir diese Wahl eben nicht. Würden wir direkt aufgefordert, loszulassen, riefe das womöglich Widerstand in uns hervor. So aber werden wir indirekt dahingeführt, uns selbst klarzuwerden, dass wir entscheiden können.

Würdest du das Gefühl loslassen?

Die dritte Frage zielt auf deinen Willen ab, nicht auf dein Können. Denn oft denken wir »Ich will loslassen, aber ich kann nicht.«. Wieder wird dir deine Wahlfreiheit gezeigt und wieder kannst du mit Ja oder Nein antworten.

Wann (würdest du das Gefühl loslassen)?

Die letzte Frage zeigt dir, dass Veränderung grundsätzlich möglich ist. Es ist gleich, ob du als Antwort »Jetzt!«, »Morgen!«, »Nächste Woche!« oder »Irgendwann mal« sagst. Manchmal braucht Veränderung längere Zeit. Sei auch hier ehrlich zu dir selbst. In jedem Fall setzt es einen Impuls, dass du loslassen willst und kannst.

Die Sedona-Technik funktioniert mit Emotionen, limitierenden Glaubenssätzen und negativen Gedanken. Sie bringt dich mit dir selbst näher in Kontakt und schafft Distanz zum Problem.

Versuche es. Die eigene Erfahrung ist stets der beste Lehrer.

Übung #6: Achtsamkeit

Achtsamkeit bedeutet, dass du im jeweiligen Moment lebst. Dass du geistig anwesend bist, anstatt über Vergangenes zu brüten oder dich um die Zukunft zu sorgen.

Halte im Alltag immer mal wieder einen Moment inne und frage dich: »Was läuft hier und jetzt gerade besonders gut?«

Übung #7: Tu mehr von dem, was dir guttut

Es gibt Dinge, die dir ganz besonders Freude machen und guttun, zum Beispiel Sport machen, dich mit Freunden treffen, Lieblingsmusik hören etc. Von diesen Dingen solltest du mehr in dein Leben integrieren. Am besten machst du sie täglich.

positiv denken tipps