Warum ich schreibe: Statement einer Autorin - Melanie Völker

Warum ich schreibe – dem Herzen folgen

Wenn andere hören, dass ich schreibe, lautet die erste Frage oft: »Und was verdienst du damit so?« Aber ich schreibe nicht wegen des Geldes. Mein Warum ist ein anderes.

Es gibt unterschiedliche Beweggründe und Motivationen zu schreiben und Autor zu werden. Für viele stellt es einen Kindheitstraum dar, einmal im Leben ein Buch zu schreiben. Anderen geht es darum, sich als Experte für ein bestimmtes Thema zu etablieren und neben dem Bücher schreiben vielleicht auch Vorträge zu halten und mehr.

Was ist also mein persönlicher Grund, warum ich schreibe?

Schreiben: Tausend Welten in uns

Ich liebe es, in der Natur unterwegs zu sein. Schon als Kind habe ich viel lieber draußen herumgetobt. Als Teenager – und ich tue es noch heute – habe ich oft die Wolken beobachtet, wie sie langsam am Himmel vorüberziehen und mir dabei vorgestellt, jede einzelne wäre eine fremde Welt mit eigenen Bewohnern und Gesetzmäßigkeiten. Welten, die es zu erforschen galt und deren Geschichten darauf warteten, erzählt zu werden.

Solche Welten tragen wir auch in uns selbst.

Welten voller Konflikte, mit all unseren Träumen und Hoffnungen. Aber auch mit vielen Zweifeln und Ängsten.

Wir kämpfen mit uns selbst, verlieren den Mut, hadern und geben vielleicht auf. Und manchmal bekommen wir einen unerwarteten Impuls, der uns neue Kraft verleiht und uns herausreißt aus unserem alltäglichen Gewohnheitsbrei. Etwas, das uns an uns selbst glauben lässt und neue Möglichkeiten offenbart.

Bereits in der Grundschulzeit habe ich meine ersten kleinen Geschichten geschrieben, auf einer klappernden mechanischen Schreibmaschine im Büro meiner Mutter. In den darauffolgenden Jahren ist das Schreiben zwar eine Weile hinter den Alltag zurückgetreten. Aber es ist niemals ganz aus meinem Leben verschwunden. Es gehört einfach zu mir und ich bin froh und dankbar, dass es sich wieder an die »Front« zurückgekämpft hat.

Das Schreiben hat mir persönlich sehr geholfen, wenn ich schwierige Zeiten durchlebt habe. Ich habe dadurch an Klarheit gewonnen und mich selbst besser kennengelernt. Ich habe mein Warum entdeckt.

Warum schreibe ich?

Ich schreibe, weil es mich begeistert, weil es mich die Zeit vergessen lässt. Nicht wegen des Geldes oder der Anerkennung. Nicht weil ich sonst nichts zu tun hätte, sondern weil es mich im Herzen erfüllt.

Wenn ich schreibe, fühle ich mich lebendig. Ich bin ein Entdecker, ein Forscher, sowohl der Welt um mich herum, als auch in mir selbst.

Schreiben ist ein Abenteuer. Es ist Arbeit, manchmal hart und herausfordernd oder gar zermürbend. Und Schreiben ist Freude, Selbsterkenntnis und Wachstum. Es ist die Quelle meiner Stärke und das Zeugnis meiner Zweifel.

Ich schreibe, weil Schreiben verändert.

Es verändert mich selbst und auch den Leser, wenn ich es »richtig« mache. 

Mit dem Herzen schreiben

Jeder Mensch kennt Geschichten und ist geprägt durch eigene Erlebnisse und Erfahrungen. Sie machen uns einzigartig und zu etwas Besonderem.

Manche Geschichten bringen uns zum Lachen, andere machen uns traurig oder regen uns zum Nachdenken an. Von Generation zu Generation werden Geschichten weitergegeben. Erinnerungen und Botschaften, die nicht in Vergessenheit geraten sollen.

Geschichten bewegen.

Wir lernen durch Geschichten und erzählen sie wiederum anderen, die ihnen begeistert lauschen. Ihre Worte verändern uns, indem sie Bewusstsein schaffen.

Beim Schreiben geht es aber nicht darum, ein paar Worte aneinanderzureihen, sondern die richtigen Worte. Worte, die den Leser, also dich, im Herzen berühren.

Das erfordert, dass ich selbst mit dem Herzen dabei bin. Ich muss wissen, muss fühlen, wovon ich schreibe. Nur so können meine Geschichten etwas bewirken. Nur so entfaltet sich die Magie.

»Worte können Aufbruch sein, können uns tragen wie der Wind.

Uns wachsen Flügel.«

Ich schreibe über das, was mich selbst bewegt und was mir wichtig ist.

In meinen Geschichten geht es um persönliche Entwicklung, Vertrauen und den Mut, seinem eigenen Weg zu folgen, der nicht immer einfach ist, das Ziel aber um so wertvoller macht.

Ich will, dass meine Geschichten bewegen. Dass sie Menschen inspirieren und verändern. Damit sie wachsen und ihren Träumen folgen.

Das ist mein Warum.

Warum ich schreibe: Statement einer Autorin - Melanie Völker

Wie sieht es mit deinem Warum im Leben aus? Hast du es bereits gefunden?

Was treibt dich an und lässt dich jeden Morgen aufstehen?

Es ist die wichtigste Fragen im Leben. Deshalb nimm dir Zeit, dein Warum herauszufinden, falls du es bisher nicht kennst. Und habe Geduld mit dir.

Hier sind einige Tipps, wie du dir Zeit zum Nachdenken verschaffen kannst:

  • #1 Vergiss die Erwartungen anderer. (Es ist dein Leben!)
  • #2 Lerne Nein zu sagen.
  • #3 Schalte alle Störfaktoren und Zeitfresser wie Handy und Social Media aus.
  • #4 Meide Energievampiere (= Menschen, die immer nur jammern und dich runterziehen).
  • #5 Genieße auch mal das Alleinsein und die Stille. Das verschafft Klarheit und Ideen.
  • #6 Frage dich solange »warum?«, bis nur noch eines übrig bleibt.

Verschaffe deinem Leben mehr Sinn. Deinen Sinn!

Schreib mir deine Gedanken dazu gern in die Kommentare oder verrate mir, an welchem Punkt du gerade stehst. Ich bin gespannt!

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